Fels

„Rali do Fado“ gibt Portugals ureigenem musikalischen Genre ein Zuhause

Was einst in den Armenvierteln von Lissabon entstand und sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zum bekanntesten Musikstil und kulturellen Exportschlager Portugals entwickelte, hat längst die großen Konzertsäle der Welt erobert – so auch die Luxemburger Philharmonie, wo die großen Stars des Genres auftreten. Dabei liegt nichts näher, als den Fado wieder dahinzubringen, wo er entsprang: in die Welt der Cafés und Kneipen. Diese Idee liegt der „Rali do Fado“ in Fels zugrunde, die am Wochenende erstmals stattfand.

Magaly Teixeira und die beiden Gitarristen Miguel Braga und Joaquim Caniço im Hinterzimmer des Felser „Café de la Place“

Magaly Teixeira und die beiden Gitarristen Miguel Braga und Joaquim Caniço im Hinterzimmer des Felser „Café de la Place“ Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Während die Terrasse des „Café de la Place“ bis auf den letzten Tisch mit Gästen besetzt ist, die den Samstagnachmittag in der Sonne genießen, haben ein paar andere eine Schlange gebildet, um ins Innere des Lokals zu gelangen. Schritt für Schritt arbeiten sie sich zu einem fensterlosen Hinterzimmer vor. Der kaum 40 bis 50 Quadratmeter große Raum ist schnell gefüllt. Er bietet gerade noch Platz für die beiden Musiker mit ihren Gitarren. Als sie zu spielen beginnen, ergreift Magaly Teixeira das Mikrofon und wartet auf ihren Einsatz. Die Haare streng zurückgekämmt und hinten zu einem kleinen Dutt zusammengesteckt, leuchtet sie mit ihrem strahlenden Lächeln aus dem Halbdunkel der improvisierten Bühne heraus. In dem Moment, in dem sie anfängt zu singen, nehmen ihre Gesichtszüge den nötigen Ernst an. Schließlich steht Fado für Schicksal.

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