Flashback
Perfektionist und Traumwandler – Aufstieg und Niedergang von Buster Keaton
Das Tageblatt präsentiert in loser Serie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum haben – dieses Mal Buster Keatons „The General“ aus dem Jahr 1926. Der Film zeigt den Komiker und Regisseur auf dem Höhepunkt seiner Virtuosität – und war eine der teuersten Komödien der Stummfilmära.
Eine tragische Figur in der Hollywood-Maschinerie: Buster Keaton in seinem Meisterwerk „The General“ Quelle: IMDb
Marietta im US-Bundesstaat Georgia im Jahr 1861. Zwei große Lieben hat Johnnie Gray in seinem Leben: seine Verlobte Annabelle und eine Dampflokomotive mit dem Namen „The General“. Während er im Sonntagsanzug die junge Frau in deren Elternhaus besucht, wird der Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs verkündet. Annabelles Vater und ihr Bruder melden sich sofort freiwillig für die konföderierten Südstaatler zum Dienst an der Waffe. Johnnie, gespielt von Buster Keaton, wird abgelehnt, weil er als Lokführer unentbehrlich ist. Für Annabelle (Marion Mack) ist er ein Drückeberger. Seine Chance, sich zu bewähren, kommt, als Spione der Yankees den „General“ rauben. Er nimmt die Verfolgung des Zugs auf – zuerst zu Fuß, dann mit einer Draisine, mit einem Hochrad und sogar mit einer anderen Lokomotive.
Die Geschichte beruht auf dem Bericht über eine wahre Begebenheit aus dem Bürgerkrieg (1861-1865). Gedreht wurde allerdings nicht in Georgia, sondern in Oregon. „The General“ ist wohl der berühmteste Film Buster Keatons und zudem eine der spektakulärsten Komödien der Stummfilmära. Für die Dreharbeiten hatte der Regisseur weitgehend freie Hand. Ihm gelang es, ein wahres Feuerwerk an Einfällen in die spannende, symmetrisch verlaufende Handlung zu integrieren.