Atelier MuGi.lu
Pauline Christmann: Luxemburgs erste Musikprofessorin und ihr Kampf um Anerkennung
Die Serie MuGi.lu geht in die nächste Runde: Über die nächsten Monate hinweg präsentieren Wissenschaftlerinnen Porträts und Geschichten von Frauen, die Luxemburgs Musikgeschichte prägten. Den Anfang macht Danielle Roster mit der ersten Musiklehrerin des Großherzogtums – einer Frau, die gegen eine Gemeinde vor Gericht zog.
Die Plattform MuGi.lu stellt Frauen der Luxemburger Musikgeschichte in den Mittelpunkt Foto: P. Geus, Köln, in: Die neue Frauenkleidung, Köln, 1909, Jg. 5 Nr. 2, S. 2
1845 wurde in Luxemburg-Stadt die erste kommunale Musikschule gegründet. Die umfangreichen Quellen zur Geschichte der Schule befinden sich im Archiv der Stadt Luxemburg (Archivsignaturen hier in Klammern). Die Musikschule war meist in allen Fächern für Mädchen und Knaben gleichermaßen offen, auch wenn in getrennten Klassen unterrichtet wurde. Nur in der kurzen Zeit zwischen 1849 und 1856, als die Schule zum Musikkonservatorium erhoben worden war, waren die Klassen für Violine und Cello für Mädchen und Frauen geschlossen. Das entsprach einem zeittypischen Denkmuster: Frauen bräuchten keine anspruchsvolle professionelle Ausbildung.