Gemeinderat
Opposition kritisiert Immobiliendeal zwischen Gemeinde Schifflingen und Kirchenfonds
Im Zeichen der Corona-Pandemie stand die erste Gemeinderatssitzung des neuen Jahres in Schifflingen am vergangenen Freitag. Am Mittwoch hatte die Meldung, dass alles Schüler des Cycle 2 der Albert-Wingert-Schule in Quarantäne seien, für landesweite Schlagzeilen gesorgt. Was dann wohl auch ein wenig die Nervosität von Bürgermeister Paul Weimerskirch (CSV) erklärte. Neben seiner emotionalen Abrechnung mit der Opposition gleich zu Beginn des Gemeinderats stand ein Immobiliendeal mit dem Kirchfonds im Mittelpunkt der Sitzung.
Das frühere „Paschtoueschhaus“ sorgte für angeregte Diskussionen im Schifflinger Gemeinderat Foto: Tageblatt-Archiv
Weimerskirch beschäftigte sich zunächst einmal mit einem Informationsblatt der LSAP. Darin war es um die Position der Oppositionspartei in verschiedenen Fragen gegangen, u.a. um die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, den „Gite“ für Esch2022, das Budget und die Bildungslandschaft. In etwas dünnhäutiger Manier antwortete der Bürgermeister auf die Kritikpunkte. Meist verwies er dabei auf den vorherigen Schöffenrat unter LSAP-Führung. Was Weimerskirch ebenfalls auf die Palme brachte, war ein Schreiben der Denkmalschutzbehörde zur Lydie-Schmit-Schule, das die geplanten Renovierungsarbeiten in Frage stellen könnte. In der Tat wurde ein Antrag eingereicht, die Schule unter Denkmalschutz zu stellen. „Ich hoffe stark, dass das niemand aus dem Gemeinderat getan hat, ohne mich zu informieren“, sagte Weimerskirch, der eigenen Aussagen zufolge „einen schlechten Tag“ habe. Was in Anbetracht der Corona-Nachrichten der Woche durchaus verständlich war. Jedenfalls brachte Weimerskirch den Gemeinderat in Sachen Corona auf den neuesten Stand.