Gemeinde Roeser wächst weiter
Neues Leben rund um die alte Schule in Peppingen – 22 Wohnungen geplant
In Peppingen entstehen mit dem Projekt „Bei der aler Schoul“ 22 Wohnungen mit sozialer Ausrichtung. Der Einzug ist im Sommer geplant.
„Bei der aler Schoul“: das Wohnprojekt in Peppingen Foto: Commune de Roeser
Wo früher die Schule das Dorfleben prägte, entsteht nun neuer Wohnraum: In Peppingen befindet sich das Projekt „Bei der aler Schoul“ auf der Zielgeraden. Insgesamt 22 Wohnungen werden dort gebaut, verteilt auf Sozialwohnungen, ein generationenübergreifendes Wohnprojekt und Einheiten für die „Fondation Maison de la porte ouverte“.
„Im Prinzip wird für den Sommer alles fertig sein“, sagt Bürgermeister Tom Jungen (LSAP). Das Richtfest wurde bereits 2024 gefeiert.
Auch wenn die 22 Wohnungen unterschiedlichen Konzepten zugeordnet sind, verfolgen sie einen gemeinsamen Anspruch: Es geht darum, Wohnraum mit sozialer Ausrichtung zu schaffen und das Zusammenleben im Ort zu stärken.
Das generationenübergreifende Projekt setzt auf ein bewusstes Miteinander verschiedener Altersgruppen. Begegnung und Austausch sollen hier nicht dem Zufall überlassen bleiben, sondern Teil des Alltags sein.
Die „Fondation Maison de la porte ouverte“ erhält in Peppingen eine neue zentrale Bleibe. Nach dem Auszug aus ihrem früheren Sitz war die Organisation auf mehrere Wohnungen verteilt worden. Künftig soll ihre Arbeit wieder an einem Ort gebündelt werden.
Die „Al Schoul“ Foto: Editpress/Julien Garroy
Alte Schule als Mittelpunkt
Die frühere Grundschule aus den 1950er Jahren bleibt erhalten und bildet das Herzstück der Anlage. Die neuen Gebäude gruppieren sich zwischen der rue de la Montagne und der rue de l’Église um den früheren Schulstandort.
Auch architektonisch soll sich das Projekt ins Dorf einfügen. Geplant sind unter anderem Mauern, Hecken und offen gestaltete Begegnungsräume. Ergänzt wird das Viertel durch gemeinschaftlich nutzbare Flächen wie einen Mehrzweckraum und einen Garten.
Auch in Sachen Energie und Mobilität setzt das Projekt auf zeitgemäße Lösungen: Photovoltaikanlagen, Solarthermie und ein kleines Nahwärmenetz sind Teil des Energiekonzepts. Eine Tiefgarage, Carsharing-Angebote und verkehrsberuhigte Bereiche sollen den Autoverkehr begrenzen.

Rund um die „Al Schoul“ entsteht eine Art neues Viertel Foto: Editpress/Julien Garroy

Im Innern des ehemaligen Schulgebäudes: Da bleibt noch einiges zu erledigen Foto: Editpress/Julien Garroy
Weitere Entwicklung
Mit „Bei der aler Schoul“ entstehen in Peppingen nun zunächst 22 Wohnungen mit sozialer Ausrichtung. Gleichzeitig verweist Bürgermeister Tom Jungen bereits auf das nächste große Vorhaben: Am Hierschterbierg sollen künftig etappenweise zwischen 800 und 900 Wohneinheiten entstehen. Noch ist das nicht für heute oder morgen, doch mit dem Beginn der eigentlichen Planungsarbeiten zeichnet sich bereits ab, dass Roeser weiter wachsen wird.

Kommenden Sommer soll alles fertig sein Foto: Editpress/Julien Garroy
Roeser in Zahlen
Die Gemeinde Roeser im Kanton Esch ist 2.379 Hektar groß und umfasst sieben Ortschaften: Berchem, Bivingen, Crauthem, Kockelscheuer, Livingen, Peppingen und Roeser. Zum 1. März 2026 zählte die Gemeinde 7.175 Einwohner.
Wie stark Roeser gewachsen ist, zeigt der langfristige Blick auf die Bevölkerungsentwicklung: 1970 lebten dort 2.373 Menschen, 1981 waren es 3.038, 1991 dann 3.544. 2001 zählte die Gemeinde bereits 4.657 Einwohner, 2011 waren es 5.559, 2021 dann 6.580. Danach setzte sich das Wachstum fort: 6.632 Einwohner im Jahr 2022, 6.894 im Jahr 2023, 7.040 im Jahr 2024 und schließlich 7.175 Anfang März 2026.
Zugleich ist die Gemeinde international geprägt. In Roeser sind insgesamt 96 Nationalitäten vertreten. Neben 4.265 Luxemburgern leben dort unter anderem 697 Franzosen, 664 Portugiesen, 340 Italiener, 162 Belgier, 78 Deutsche und 74 Rumänen. Weitere 895 Einwohner entfallen auf andere Nationalitäten.