Tornado-Hilfe

Nach der Versicherung und dem Familienministerium steigen die Gemeinden in den Ring

Am 9. August fegte ein verheerender Tornado durch Petingen und Käerjeng. Auch wenn die meisten Schäden in den Straßen inzwischen beseitigt wurden, läuft die Hilfe hinter den Kulissen immer noch auf Hochtouren. Jetzt läuft die nächste Phase der Hilfeleistungen an.

Die Hilfe für die Opfer des Tornados vom 9. August 2019 erfolgt in drei Phasen. Jetzt wurde die letzte davon eingeläutet.

Die Hilfe für die Opfer des Tornados vom 9. August 2019 erfolgt in drei Phasen. Jetzt wurde die letzte davon eingeläutet. Foto: Editpress/Julien Garroy

Am 9. August dieses Jahres verwüstete ein Tornado der Stärke F2 Teile des Südens Luxemburgs. Die Gemeinden Petingen und Käerjeng waren besonders betroffen. 19 Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Etwa 600 Häuser – 357 in Käerjeng und 250-300 in Petingen – wurden durch den Sturm beschädigt. Viele davon waren nicht mehr bewohnbar. In Käerjeng mussten 78 Personen woanders untergebracht werden. 58 fanden mithilfe der Gemeinde eine neue Bleibe, 20 bei Privatleuten. In Petingen hatten 65 Personen kein Dach mehr über dem Kopf. Hier half die Gemeinde bei 48 Unterbringungen. 15 Personen wurden von anderen Haushalten aufgenommen. In Käerjeng seien quasi alle Häuser wieder bewohnbar, hieß es am Freitag bei der Vorstellung einer Zwischenbilanz. Nur in Petingen seien 31 Häuser noch immer nicht bewohnbar. Dabei handele es sich vor allem um ältere Gebäude mit Holzböden zwischen den Stockwerken. Diese Schäden seien nicht so schnell zu reparieren, so Pierre Mellina (CSV), Bürgermeister von Petingen. Experten hätten eine Reparaturdauer von sechs Monaten angegeben. Im Februar, schätzt Mellina, seien demnach alle Häuser wieder bewohnbar.

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