In Luxemburgs Kinos

Mit „Garance“ bringt die Filmemacherin Jeanne Herry Alkoholsucht und ihre Folgen auf die Leinwand

Jeanne Herry erzählt in „Garance“ von einer jungen Schauspielerin, deren Alkoholkonsum lange kaum als Katastrophe erkennbar ist. In dieser Normalität liegt die Stärke des Films: Abhängigkeit erscheint als die schleichende Zerstörung eines ganzen Lebens.

Adèle Exarchopoulos spielt Garance: eine junge Schauspielerin, die gegen die Alkoholsucht kämpft

Adèle Exarchopoulos spielt Garance: eine junge Schauspielerin, die gegen ihre Alkoholsucht kämpft Quelle: imdb.com

Garance will Schauspielerin werden. Sie arbeitet, wartet auf Angebote, verliebt sich, feiert, zweifelt, beginnt wieder von vorne. Über acht Jahre folgt die Regisseurin Jeanne Herry ihrer Titelfigur durch ein Leben, das zunächst vom unsteten Alltag einer jungen Künstlerin geprägt scheint. Zwischen Vorsprechen, Partys, Beziehungen und familiären Verpflichtungen etabliert sich jedoch eine Konstante: der Alkohol. Erst als beiläufiges Ritual, dann als Stütze, schließlich als Struktur, um die sich der Alltag organisiert.

Zwischen Sucht und Anerkennung

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