100. Geburtstag
Marie Ginter-Bonichaux: Ein Leben im Zeichen des Zweiten Weltkriegs
Ehre, wem Ehre gebührt: Für Marie Ginter-Bonichaux war der gestrige Mittwoch ein ganz besonderer Tag, wurde sie doch 100 Jahre jung. Die Feierstunde fand in ihrer Wohnung in Petingen statt, wo die Jubilarin unter anderem Familienminister Max Hahn empfing. Jahrzehntelang setzte sich Ginter-Bonichaux für die Anerkennung der im Zweiten Weltkrieg zwangsrekrutierten Luxemburger Mädchen, zu denen sie selbst gehörte, ein.
Seit Mittwoch im Klub der 100er: Marie Ginter-Bonichaux Foto: Editpress/Alain Rischard
Der Lebenslauf von Marie Ginter-Bonichaux, genannt Maisy, ist bemerkenswert. Geboren am 17. April 1924 in Niederkorn, zog Marie im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern nach Rodange in die rue du Clopp. Dort verbrachte sie anschließend 70 Jahre. Ihr Vater Theodore Bonichaux kam aus Platen im Pratzerthal und war später Minenarbeiter. Verheiratet war er mit der Beleserin Josephine Longuich, Marie war das einzige Kind des Paares.