„Schueberfouer“

Luxemburgs größter Jahrmarkt: So war die Fouer früher

Als Spiele noch per Hand liefen: Von Schaukeln, Karussells und Dampfmaschinen zur motorisierten Fouer. Was blieb, was sich änderte – und warum Luxemburgs Jahrmarkt weiter boomt.

Damals sah auf der „Fouer“ alles etwas anders aus

Damals sah auf der „Fouer“ alles etwas anders aus Foto: Archiv/Photothèque

Es gibt sie noch, die „Fouer“ wie damals. Wer entlang der Scheffer-Allee und ihrer vielen kleinen Geschäfte flaniert, kann durchaus eine Ahnung davon bekommen, was sie ursprünglich war, nämlich ein großer Jahrmarkt. Vor allem ein Stoff- und später auch ein Viehmarkt. Im 17. und im 18. Jahrhundert habe dieser Markt dann etwas an Bedeutung verloren, sagt Historiker und Geschichtslehrer Steve Kayser. Das habe daran gelegen, dass sich in der Stadt ein eigenes permanentes Geschäftsleben entwickelte. Dort wurden dann Produkte, die es sonst nur auf dem Jahrmarkt gab, in stationären Verkaufsräumen angeboten.

Während der Handel auf der „Schueberfouer“ weniger wichtig wurde, hätten Spaß und Unterhaltung mit Glücksspiel, Gauklern, Geschichtenerzählern und Musikanten zugenommen, um schließlich im Laufe des 19. Jahrhunderts, im Zuge der Industrialisierung, langsam, aber sicher überhandzunehmen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Eisenbahn, die für damalige Zeiten einen zügigen Transport erlaubte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren