Serie
Luxemburgische Musikerinnen im Mittelpunkt: Frida Salomon-Ehrlich
Spotlight auf Musikerinnen aus Luxemburg: Das Tageblatt präsentiert in Zusammenarbeit mit „Musik und Gender in Luxemburg“ jeden Monat Frauen aus der nationalen Musikwelt und ihre Werke. Das neueste Porträt der neunteiligen Serie gilt Frida Salomon-Ehrlich.
Symbolbild: Welche Frauen in der luxemburgischen Musikgeschichte den Ton angegeben haben Quelle: Pexles/David Bartus
Viele Komponistinnen sind zu ihren Lebzeiten bekannt. Ihre Werke werden aufgeführt, geraten aber später in Vergessenheit. So auch Frida Salomon-Ehrlich, deren Liedkompositionen in den 1930er Jahren auf Radio Luxemburg und im Rahmen der groß angelegten Muttertagskonzerte des Sang & Klang auf der place d’Armes gespielt wurden. Ihre Geschichte wurde von Wolfgang Schmitt-Kölzer erforscht und im Detail rekonstruiert (Quelle: mugi.hfmt-hamburg.de). Ihre Biografie kennen wir nur dank eines Interviews, das ihre Tochter Solange der von Steven Spielberg gegründeten USC Shoah Foundation im Jahr 1995 gab. Da Solange Salomon geheiratet und ihren Namen in Sonya Hartog geändert hatte, ist unser Autor nur zufällig auf dieses Interview gestoßen. In diesem fast zweistündigen Filminterview spricht die Tochter auch über ihre Kindheit in Luxemburg und die Flucht in die USA. Sie zeigt ein Telegramm von Großherzogin Charlotte und andere persönliche Dokumente ihrer Mutter. Wolfgang Schmitt-Kölzer ging all diesen Spuren nach und es entstand ein faszinierendes Bild einer Frau, einer Familie und einer Epoche Luxemburgs, im Schatten des Nationalsozialismus.