Parlamentarische Frage
Luxemburg richtet mehr Schutzgebiete für Brutvögel ein
Die Zahlen, die die „natur&ëmwelt a.s.b.l.“ gemeinsam mit ihrer Roten Liste im vergangenen Oktober veröffentlicht hat, sind alarmierend: Mehr als die Hälfte der hiesigen Brutvogelarten sind bereits ausgestorben, vom Aussterben bedroht oder gefährdet. In einer parlamentarischen Frage wollte François Benoy („déi gréng“) von seiner Parteikollegin Carole Dieschbourg wissen, welche Maßnahmen zum Schutz dieser Arten bereits umgesetzt wurden bzw. in Zukunft vorgesehen sind.
Wegen unserer modernen Bauweise müssen immer mehr Vogelarten wie der Mauersegler auf die Vorwarnliste gesetzt werden Foto: Pixabay
Angesichts der katastrophalen Situation hatte der Regierungsrat im Januar 2017 dem nationalen Plan 2017-2021 für Naturschutz zugestimmt. Denn die Brutbestände von 13 Arten gelten als erloschen, sieben Arten sind vom Aussterben bedroht, acht stark gefährdet, elf gelten als gefährdet und 24 werden in der Vorwarnliste geführt. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören Aktionspläne für neun gefährdete Arten, die Wiederherstellung von Lebensräumen und Ökosystemen sowie eine schnellere Ausweisung von Schutzgebieten, sogenannten „zones protégées d’intérêt national“.