Am 26. September
Luxemburg feiert erstmals den „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“
Am Montagmorgen stellten das Kulturministerium und das ZLS die erste Ausgabe des „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“ vor. Am 26. September soll die luxemburgische Sprache im ganzen Land gefeiert werden – mit Konzerten, Konferenzen, Schulaktivitäten und einem klaren Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit.
Der Erste Berater Carl Adalsteinsson, Kulturminister Eric Thill und der Kommissar für die luxemburgische Sprache, Pierre Reding, stellten das Programm des ersten „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“ vor Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Am Montagmorgen fand im Kulturministerium in Luxemburg-Stadt eine Pressekonferenz zur Vorstellung der ersten Ausgabe des „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“ statt. Dieser soll künftig jedes Jahr am 26. September gefeiert werden. Kulturminister Eric Thill (DP), Pierre Reding, Kommissar für die luxemburgische Sprache, sowie der Erste Berater Carl Adalsteinsson gaben dabei Einblicke in die Entstehung, Ziele und das Programm dieses neuen inoffiziellen Feiertags.
Der Minister betonte, dass die Wahl des Datums kein Zufall sei: Der 26. September sei nämlich zugleich der Europäische Tag der Sprachen. „Wir wollen vor allem die luxemburgische Sprache feiern, aber auch die Mehrsprachigkeit, die unser Land auszeichnet“, sagte Thill. Der „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“ sei Teil des Kulturentwicklungsplans (KEP) und soll überall dort sichtbar werden, wo Sprache gebraucht wird. Unterstützt werde das Kulturministerium von zahlreichen Partnern, darunter das „Zentrum fir d’Lëtzebuerger Sprooch“ (ZLS), das Nationale Spracheninstitut (INLL) und viele weitere Akteure.
Mehrsprachigkeit als Stärke
Das diesjährige Motto lautet „Schwätz mat, Lëtzebuergesch verbënnt“. Damit soll deutlich werden, dass Luxemburgisch mehr sei als nur ein Kommunikationsmittel: „Es ist ein gelebtes Kulturerbe, das Brücken zwischen Menschen schlägt und die nationale Identität prägt“, so Thill. Gleichzeitig sei die Mehrsprachigkeit eine besondere Stärke Luxemburgs, in deren Vielfalt das Luxemburgische eine zentrale Rolle spiele. Der Kulturminister rief außerdem dazu auf, Menschen Luxemburgisch sprechen zu lassen – „unabhängig davon, wie gut oder weniger gut sie die Sprache beherrschen“.
Das Programm, das auf der Internetseite des Ministeriums in fünf Sprachen – Luxemburgisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Portugiesisch – abrufbar ist, umfasst unter anderem Veranstaltungen in Schulen, Theatern und Forschungseinrichtungen. Am 26. September sind etwa Theaterateliers in der Nationalbibliothek, eine Vernissage zur Ausstellung „D’Lëtzebuerger Sprooch(en)“ vom ZLS im Europäischen Parlament auf dem Kirchberg sowie ein Konzert mit luxemburgischen Musikerinnen und Musikern im „Gudde Wëllen“ geplant.
Sprache sichtbar machen
Als größte Herausforderung bezeichnete Kulturminister Thill die Sichtbarkeit der Sprache im Alltag. Mehrere Arbeitssitzungen seien notwendig gewesen, um gemeinsam mit allen Partnern ein Programm zu erarbeiten, das die sprachliche Vielfalt des Landes widerspiegele und zugleich das Luxemburgische gezielt fördere. Der „Dag vun der Lëtzebuerger Sprooch“ sei dabei als langfristiges Projekt angelegt und soll die Sichtbarkeit stärken. Schon jetzt werde für das kommende Jahr der Aufruf gestartet, dass Privatpersonen, Kulturschaffende und Institutionen eigene Ideen und Projekte einbringen. „Es geht darum, gemeinsam unsere Sprache zu feiern und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Thill.
Das gesamte Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Internet unter www.gouvernement.lu.