Geschichte
Letzte Adresse: Tod – Über das Schicksal der in Luxemburg eingewanderten litauischen Familie Abelis-Sharkovitc
Im Januar 1929 verließ die Familie Abelis ihre Heimatstadt Raseiniai in Litauen und zog nach einem Umweg über Ostpreußen, und möglicherweise Metz, Anfang März 1929 nach Luxemburg.1
Die Familie Abelis-Sharkovitc Foto: Quelle: ANLux J-108-0351016
Girsch Abelis, geboren am 7. Oktober 1895, von Beruf Schneider, meldete sich in der Gemeinde Esch/Alzette am 5. April 1929 an. Am 3. Juli 1929 meldete sich seine Ehefrau Alte Sharkovitc, geboren am 20. März 1899, mit ihren zwei Söhnen Jankel, geboren am 14. April 1922, und Mausa-Leiba, geboren am 15. Oktober 1924, ebenfalls in Esch/Alzette an.2 Alle vier waren in Raseiniai geboren. Die Familie wohnte in der Alzettestraße 49 bei Lammar. Es ist anzunehmen, dass sich die Familie Abelis in Luxemburg niederließ, mit der Absicht, hier zu bleiben. Sie änderten ihre litauischen Vornamen in Vornamen um, die in Luxemburg heimisch waren. So nannte sich Girsch fortan Georg, Alte nannte sich Anna, der älteste Sohn Jankel wurde Jakob (Jacques) genannt und aus Mausa-Leiba, auch Menny genannt, wurde nun Leo. Am 18. August 1932 zog die Familie nach Luxemburg-Stadt, wo sie am 25. August 1932 in der Beckstraße 4 eine Wohnung bezog.