Nach tödlicher Messerattacke

Jugendgewalt: Eine Minderheit, die Probleme bereitet

Seit der tödlichen Messerattacke in Bonneweg wird wieder viel über Jugendgewalt geredet. War es ein unglücklicher Einzelfall oder ist es die Spitze des Eisbergs? Das Tageblatt hat Sozialarbeiter, Politiker und Psychologinnen zu deren Einschätzungen befragt. Unglücklicher Zufall, coronabedingt, die Spitze des Eisbergs – die Meinungen darüber gehen auseinander.

Polizeieinsatz im Bahnhofsviertel

Polizeieinsatz im Bahnhofsviertel Foto: Police grand-ducale

Ende Januar stirbt ein junger Mann nach einer Messerattacke in Bonneweg. Zwei Minderjährige im Alter von 15 und 17 Jahren gelten als tatverdächtig. Vor wenigen Tagen wandte sich die Lehrervereinigung Agess („Association générale des professeurs de l’enseignement secondaire et supérieur a.s.b.l.“) in einer Mitteilung mit dem Titel „Halte à la recrudescence d’actes de violence chez les jeunes!“ an die Öffentlichkeit. Die Lehrer betonen zwar, dass die „verhaltensauffälligen“ Jugendlichen nur eine Minderheit seien, wegsehen dürfe man aber trotzdem nicht. Wird das Problem verkannt?

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