Auschwitz-Befreiung vor 75 Jahren

Jeanne Salomon setzte sich trotz der „Asche von Auschwitz“ für Versöhnung ein

Nicht nur die auf ihrem Unterarm eintätowierte Nummer hat die wenigen Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz gezeichnet. Auch das dort Erlittene hat sie ein Leben lang gekennzeichnet. Viele fühlten sich den Toten schuldig, über die Greuel zu berichten, die ihnen widerfahren waren. Andere vergruben das Leid tief in sich hinein. Vor der Gedenkzeremonie zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz möchte das Tageblatt an zwei Luxemburger Überlebende erinnern: An den Escher Josy Schlang, der im Resistenzmuseum tätig war und dort viel Aufklärungsarbeit leistete, und an Jeanne Salomon, deren Sohn Henri Juda heute dafür sorgt, dass ihr Schicksal nicht in Vergessenheit gerät. Stellvertretend für alle Opfer: Jeanne Salomon.

Jeanne Salomon

Jeanne Salomon

Wie die meisten Auschwitz-Überlebenden hat Jeanne Salomon das Erlittene nicht vergessen können. Sie hatte die zwei schmerzvollen Jahre in ihrem Herzen vergraben und nur wenig darüber gesprochen. Ihr Sohn, Henri Juda, ehrt sie heute in ergreifenden Konferenzen.

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