„Keeseminnen“ 

Industriekultur-Fans fordern Stopp des Abrisses in Esch

Der am Montag begonnene Abriss der „Keeseminnen“ auf dem Gelände der ehemaligen Schmelz „Terre rouge“ wird nicht hingenommen. Trotz Ausnahmezustand haben Bürger, allen voran der Verein „asbl Industriekultur-CNCI“ am Donnerstag vor dem Areal in der „Hiehl“ protestiert. Sie verweisen auf ihren Antrag, den Erzbunker als schützenswert zu klassieren. Der wurde am 10. März eingereicht. Am 1. April kam die Eingangsbestätigung aus dem Kulturministerium. Vor einem Monat also. Auf eine Reaktion warte man bis heute, heißt es von den Teilnehmern an der kleinen Protestaktion.

Protestaktion in Corona-Zeiten: Die Abrissarbeiten an den „Keeseminnen“ müssen sofort gestoppt werden, forderten die Protestteilnehmer am Donnerstag in der „Hiehl“

Protestaktion in Corona-Zeiten: Die Abrissarbeiten an den „Keeseminnen“ müssen sofort gestoppt werden, forderten die Protestteilnehmer am Donnerstag in der „Hiehl“ Foto: Editpress/Julien Garroy

Donnerstagnachmittag in Esch. Es regnet in Strömen. Das hält rund 25 Menschen nicht davon ab, im vorgeschriebenen Abstand voneinander gegen die begonnenen Abrissarbeiten des Erzbunkers „Keeseminnen“ zu protestieren. Alle tragen Mund- und Nasenschutz. Ihre Absicht verhehlen sie nicht. „Wir wollen, dass die Arbeiten gestoppt werden und ernsthaft über dieses absolut erhaltenswerte Stück Luxemburger Industriekultur nachgedacht und diskutiert wird“, sagen Marlène Kreins und Misch Feinen von der „asbl Industriekultur-CNCI“.

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