Dem Geld des Kokains auf der Spur

In Luxemburg wurden vier Immobilien und fünf Luxusautos beschlagnahmt – auch Konten gesperrt

Vier Immobilien, fünf Luxusautos und 30.000 Euro Bargeld wurden in Luxemburg beschlagnahmt. Nach der Aktion seien zudem mehrere luxemburgische Bankkonten eingefroren worden.

Die Polizeieinsätze fanden in Luxemburg, aber auch im Saarland statt

Die Polizeieinsätze fanden in Luxemburg, aber auch im Saarland statt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Im Zuge von Ermittlungen gegen internationale Geldwäsche aus Drogengeschäften haben Polizisten im Saarland und in Luxemburg in der vergangenen Woche mehrere Häuser durchsucht. Hierzulande seien vier Tatverdächtige festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag in Saarbrücken mit.

Zudem wurden vier Immobilien, fünf Luxusautos und 30.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. In Luxemburg waren ca. 100 Beamte der „Police grand-ducale“ sowie das Bezirksgericht und die Staatsanwaltschaft Luxemburg an der Aktion beteiligt. Wie wir bereits berichteten, durchsuchten sowohl luxemburgische als auch französische Polizeibeamte  gemeinsam mehrere Häuser in Esch-Lallingen, Remich und Ettelbrück.

Im Fokus der Ermittlungen steht nach Angaben der Polizei eine der organisierten Kriminalität zuzurechnende Gruppierung, die in großem Stil Einnahmen aus Drogengeschäften gewaschen haben soll. Das Geld stamme aus dem französischen Kokainhandel.

Geldwäsche

Im saarländischen Perl-Nennig stellten Ermittler in einer Wohnung Bankunterlagen, Ausweispapiere und anderes Beweismaterial sicher. Nach der Aktion seien zudem mehrere luxemburgische Bankkonten eingefroren worden, die in Zusammenhang mit Geldwäsche stehen sollen.

Der Einsatz wurde von der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) mit Sitz in Den Haag koordiniert. Das Geldwäscheverfahren werde federführend von der Staatsanwaltschaft im französischen Lille betrieben, hieß es.

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