Kulturpolitik

Identitätsstiftend: Wie Gemeinden und Künstler von „Konscht um Bau“ profitieren

Seit 2023 müssen Luxemburgs Gemeinden bei öffentlichen Bauprojekten einen festgelegten Teil des Budgets in Kunst investieren. Ein Besuch in Düdelingen, wo man zum Vorreiter in Sachen „Konscht um Bau“ geworden ist.

„Mat zwee Féiss um Buedem“ von Patrick Galbats im neuen „Complexe sportif Strutzbierg“

„Mat zwee Féiss um Buedem“ von Patrick Galbats im neuen „Complexe sportif Strutzbierg“ Foto: Gemeinde Düdelingen/ Marc Lazzarini

Im Innenhof der „Crèche“ fliegen silberne Sterne gen Himmel. Unten der steinige Boden, oben ein paar Wolken, dahinter grauer Beton. Und davor: 66 Sterne, manche von ihnen ganz klassisch, in fünfzackiger Form, andere verzerrt, verspielt, verzogen. Dünne Metallstangen heben sie in unterschiedlichen Abständen von der Wand hinter ihnen ab. Sie stieben in alle Richtungen, dem Betrachter entgegen. „Scintille“ heißt dieses Werk des luxemburgischen Künstlers Serge Ecker. „Scintille“ sind Funken auf Italienisch und sie schmücken seit vergangenem Jahr die „Crèche Italie“ im italienischen Viertel von Düdelingen. Es sind die Funken der Arbed, die in diesem ehemaligen Gastarbeiterviertel mit seiner Industrievergangenheit sprühen. Es sind aber auch die Funken der Kinder der „Crèche“. Sie haben die Vorlagen gemalt, anhand derer Ecker seine Sterne ausgeschnitten hat.

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