Gericht
„Ich habe kein Motiv gehabt“: Verurteilter legt Berufung im Giftmord-Prozess ein
Der 31-jährige Ex-Polizist Gilles L., der für den Giftmord an seiner Schwester und deren Lebenspartner zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde, legte am Mittwoch Berufung gegen das Urteil ein. Das Berufungsgericht muss das Urteil nun gegen den mutmaßlichen Giftmörder überprüfen. Damit wird das Kriminalverfahren noch einmal komplett von vorne aufgerollt. Gilles L. will eine neue Prozessbewertung in zweiter Instanz. Der Angeklagte wird von Me Rosario Grasso und Me Nora Dupont verteidigt. Ob die Berufung in diesem Fall eine echte zweite Chance bringt, das bereits gefällte Urteil „lebenslänglich“ abzumildern oder gar gänzlich zu kippen, ist jedoch mehr als fraglich.
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Die drei zivilen Nebenkläger gehen ebenfalls juristisch gegen das Urteil vor. Für die beiden Familien hatten die Anwälte einen Schadenersatz von insgesamt 700.000 Euro gefordert. Die Richter der Kriminalkammer hatten der Familie aber nur einen Schadenersatz von rund 350.000 Euro zugesprochen.