Geenzefest in Wiltz
Höhepunkt der 76. Ausgabe ist der große Blumenkorso am Pfingstmontag
Pfingsten bedeutet in Wiltz seit Jahrzehnten vor allem eines: Geenzefest. Vom 23. bis 25. Mai feiert die Ardennenstadt die 76. Ausgabe ihres traditionsreichen Volksfestes. Tausende Besucher werden erwartet.
Die neue Geenzekinnegin wird am Samstag inthronisiert. Gemeinsam mit ihren Ehrendamen repräsentiert sie Wiltz ein Jahr lang. Foto: Gemeinde Wiltz
Wiltz trägt bis heute den Beinamen Cité Martyr – Stadt der Märtyrer. Die Bezeichnung erinnert an die schweren Zerstörungen und das Leid, das die Stadt während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere während der Ardennenoffensive, ertragen musste. Sie steht zugleich für den Widerstand gegen die deutsche Besatzung und erinnert auch an den Generalstreik von 1942, an dem sich Arbeiter der Wiltzer Lederfabrik beteiligten. Kaum eine andere Stadt Luxemburgs wurde so stark geprägt. Dass ausgerechnet hier ein Fest rund um den blühenden Ginster entstand, hat eine gewisse Symbolik: Der „Geenz“, der im Frühjahr die Hänge des Öslings gelb färbt, steht auch für Aufbruch, Lebensfreude und Neuanfang.