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Historisches und architektonisches Esch (37): Caves Michels/Battin

Der Wein- und Spirituosenhandel war ein besonders interessanter Sektor in Esch. Wie dieser Stadtführer zeigt, gab es viele davon.

Historisches und architektonisches Esch (37): Caves Michels/Battin

Unter den Lagerhäusern und Hintergebäuden, die einen Teil der rue des Jardins prägen, zeichnen sich die Caves Michels/Battin durch ihre außergewöhnliche Architektur im historistischen Stil aus. Der Bauherr war Jean-Pierre Michels (1877-1917), Kaufmann und seit 1912 Bürgermeister der Stadt Esch. Er betrieb zunächst mit seiner Frau Anna-Helena Hamilius eine Metzgerei in der rue Hoehl, dann einen Wein-, Spirituosen- und Tabakladen in der rue d’Audun. Sie wohnten mit ihren beiden Kindern in einem stattlichen Bürgerhaus auf Nr. 24 des heutigen Boulevard J. F. Kennedy, neben dem Haus, in dem die Komponistin Helen Buchholtz lebte. Im Gegensatz zu Letzterem ist das Haus von Jean-Pierre Michels sehr gut erhalten. Der Schwerpunkt der asymmetrischen Fassade liegt auf der fünften Fensterachse, die von rustizierten Pilastern eingerahmt und von einer großen steinernen Dachgaube mit Pavillondach gekrönt wird. Die Kartuschen, Girlanden und Voluten, die die Schlusssteine der Tür- und Fensteröffnungen zieren, sind der Architektur des 18. Jahrhunderts entlehnt.

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