Serie
Historisches und architektonisches Esch (36): Stadtpark Galgenberg
Ein bahnbrechendes Werk des Architekten Paul Flesch (1870-1955) ist die Anlage des Escher Stadtparks auf dem Galgenberg gemeinsam mit seinen Freunden von der 1901 gegründeten „Société d’initiative et d’embellissement“ (Vorläufer des „Syndicat d’initiative d’Esch-sur-Alzette“) und insbesondere deren Präsidenten, dem Ingenieur André Koch (1849-1932), Direktor der Collart-Gruben in Esch.
Blick auf den Rosengarten und die Parkanlage Foto: © Christof Weber, 2015
Bis 1908 war der Wald des Clair-Chêne oder „Escher Bësch“ das Erholungs- und Freizeitgebiet für die Arbeiterbevölkerung der Stadt. Am 6. November 1908 suchte jedoch Rudolf Seidel (1862-1937), der deutsche Direktor der Hütte Esch des Aachener Hütten-Actien-Vereins, der seit 1907 zur Gelsenkirchener Bergwerks-AG gehörte, den Stadtrat auf, um diesen Wald zu erwerben. Der Stahlkonzern wollte ein kombiniertes Werk mit Hochöfen, einem Stahlwerk und einem Walzwerk bauen.