Serie
Historisches und architektonisches Esch (28): Industrie- und Handelsschule (2)
Im Zusammenhang mit dem Bau der Industrie- und Handelsschule wagte es Flesch, der als Projektleiter im Namen der Gemeinde fungierte, sich gegen die finanziellen Forderungen einiger Bauunternehmer zu verwehren und die Abnahme etlicher Arbeiten zu verweigern. Flesch sollte einen hohen Preis dafür bezahlen.
Der neue Flügel des „Lycée de garçons“ neben der ehemaligen Direktorenvilla (Architekt: Will Erpelding) Foto: © Christof Weber, 2015
So warf er der Firma Spoo et cie, deren technischer Direktor Armand Spoo war, der Sohn des Abgeordneten C. M. Spoo, eine zu langsame Durchführung der Arbeiten vor, im konkreten Fall bei der Montage der Eisendächer des Hauptgebäudes, der Turnhalle und des überdachten Innenhofes, der die Turnhalle mit dem Hauptgebäude verband. Dem Bauunternehmer Nicolas Hoffmann-Schaedgen machte der Architekt zum Vorwurf, die Länge der Holzstücke in seiner Bestellung übertrieben zu haben. Den Hauptunternehmer Jos Wester, der auch für die Konstruktion der Decken zuständig war, machte Flesch für den Gebrauch belgischen Zements anstelle von lokalem Portlandzement sowie für Risse in der Pflasterung verantwortlich. Er erwähnte auch einen Bestechungsversuch von Jos Wester, eine Anschuldigung, die vor Gericht gebracht wurde. Die Unternehmer bestritten diese Tatbestände.