Serie

Historisches und architektonisches Esch (26): Brillschule

Die 1911 eingeweihte Brillschule hat eine Reihe vorheriger Schulbauten ergänzt und ersetzt, so zum Beispiel die 1883 eingeweihte Grenzer Schule (1965 abgerissen) und die erste, an der Industriestraße (heute rue Zénon Bernard) angesiedelte Brillschule (1901 und 1905, später als „Ale Brill“ bekannt, 1975 abgerissen). Der Bau dieser Schule war eine Antwort auf die spektakuläre demografische Entwicklung des Brillviertels, das sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum am dichtesten besiedelten Stadtteil herangebildet hatte.

Die neue Brillschule und das Lefèvre-Gebäude befinden sich 1910 im Bau. Auf Initiative von Paul Flesch wurde ein Weg von der Brillstraße in Richtung Kanalstraße angelegt. Postkarte.

Die neue Brillschule und das Lefèvre-Gebäude befinden sich 1910 im Bau. Auf Initiative von Paul Flesch wurde ein Weg von der Brillstraße in Richtung Kanalstraße angelegt. Postkarte. Foto: Archives de la Ville d’Esch, Postkartensammlung

Der für den Neubau ausgewählte Standort an der Ecke der Brill- und der neu angelegten Alzettestraße, die damals in diesem Teil noch rue Marie-Thérèse hieß, entsprach dem Willen der Stadtväter, die Urbanisierung des Viertels voranzutreiben. Verschiedene dem Bau der Brillschule vorausgegangene oder parallel dazu durchgeführte Maßnahmen begünstigten diese Entwicklung. Erinnert sei an die 1904 erfolgte Verlängerung der Brill- in Richtung Kanalstraße. 1907 wurde die zwischen der Kanalstraße und der alten Brillschule gelegene städtische Mülldeponie aufgegeben.

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