Serie

Historisches und architektonisches Esch (24): Brill- und Burenstraße (1)

Die Brill- und die Burenstraße waren einst die Keimzellen eines neuen Escher Stadtviertels, des Brill. Aus heutiger Sicht wirkt es etwas befremdlich, dass man sich ihre Entstehung so vorstellen muss, dass sie sich von der Grenze her entwickelt haben. Denn heute bildet die place de la Résistance (bis 2006 place du Brill) das Zentrum des Viertels. Allzu leicht vergisst man die prägende Präsenz des Terre-Rouge-Hüttenwerkes.

Blick auf den Brill, eine sumpfige Wiese, zwischen Kanalstraße (damals Redinger Straße) und der im Bau befindlichen Alzettestraße (damals Poststraße) und auf die Häuserreihe der Wiesenstraße (heute rue du X Septembre). Links zieht die Alzette entlang der Escher Wiesen und Straßen. Im Hintergrund Josephskirche, Industrie- und Handelsschule und Metzeschmelz. Vorne die Lefèvre-Privatbahn. Foto um 1910. 

Blick auf den Brill, eine sumpfige Wiese, zwischen Kanalstraße (damals Redinger Straße) und der im Bau befindlichen Alzettestraße (damals Poststraße) und auf die Häuserreihe der Wiesenstraße (heute rue du X Septembre). Links zieht die Alzette entlang der Escher Wiesen und Straßen. Im Hintergrund Josephskirche, Industrie- und Handelsschule und Metzeschmelz. Vorne die Lefèvre-Privatbahn. Foto um 1910.  Archives de la Ville d’Esch, Bildsammlung

Man muss sich vor Augen führen, dass sich um 1900 vom Ufer der Alzette – die damals in Höhe der Kanalstraße verlief – bis zur Grenze eine Wiesenfläche erstreckte. Bei starken Regenfällen verwandelte diese sich regelmäßig in einen See, weil der Wasserlauf über die Ufer trat. Der Ortsname Brill, der nicht Esch-spezifisch ist, sondern den es vielerorts in Luxemburg gibt, deutet auf eine sumpfige Wiese hin.

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