Serie

Historisches und architektonisches Esch (17): Café Wagner-Leick (Pitcher)

Ein schönes Beispiel für die im Escher Stadtzentrum häufig anzutreffende Mischung aus Historismus und Jugendstil ist das Geschäfts- und Wohnhaus, das der Wein- und Spirituosenhändler Jos. Wagner und seine Ehefrau Marie Leick 1904 an der Ecke Grand-rue/rue de la Boucherie (heute avenue de la Gare) errichteten, anstelle des ehemaligen Café Wagner-Rousseau.

Das Café Jos. Wagner-Leick auf einer Postkarte von 1905

Das Café Jos. Wagner-Leick auf einer Postkarte von 1905 Foto: Archives de la Ville d’Esch, Postkartensammlung

Der historizistische Stil ist an den Tür- und Fensterrahmen des ersten Stockwerks zu erkennen. Der zentrale Erker ist durch die Überlagerung von Konsolen und Halbsäulen mit Kapitellen korinthischer Inspiration erhöht. Die Fenster werden von einem dreieckigen Giebel gekrönt, während die seitlichen Gauben von einem gebrochenen Giebel gekrönt und von eingelassenen Rollbändern flankiert werden. Symbole der Fruchtbarkeit und des Reichtums wie Girlanden und Blumen zieren die Dekoration der Fassade neben den Trauben, die dem Weinhändler lieb und teuer sind.

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