Serie
Historisches und architektonisches Esch (16): Maison Lefèvre
Alfred Lefèvre (1866-1958) kann als typischer Vertreter des „Selfmademan“ betrachtet werden, der aus der industriellen Revolution im Luxemburger Bergbaugebiet hervorgegangen ist. Der in Warnant-Dreye in der Region Lüttich geborene belgische Einwanderer kam in den 1880er Jahren als einfacher Bauarbeiter nach Luxemburg und wurde zu einem der wichtigsten Unternehmer in der boomenden Industriestadt Esch/Alzette.
Blick auf das Restaurant „Maison Lefèvre“ (138, Boulevard Kennedy) heute Foto: Christof Weber, 2015
1904 heiratete er Albertine Reckinger (1880-1950), Tochter von Jean-Pierre Reckinger (1852-1931), dem stellvertretenden Bahnhofsvorsteher von Bettemburg, und Marie Thill (1851-1935). Sie war die Schwester von Octave Reckinger (1885-1917), einem Maschinenbauingenieur, der 1911 in Esch ein Unternehmen gründete, das auf den Verkauf und die Installation von Industriezubehör spezialisiert war. Das Unternehmen würde sich später auf den Heizungs- und Sanitärbereich ausrichten.