Ölartige Substanz in der Mosel

Merterter Hafen öffnet voraussichtlich gegen Mittag

Der Hafen in Mertert werde voraussichtlich gegen Mittag wieder öffnen, heißt es nach der Krisensitzung am Dienstagmorgen im Moselgrenzort. Seit Sonntag läuft im Hafen von Mertert ein Einsatz wegen einer Verunreinigung des Wassers.

Ölartige Substanz auf Wasseroberfläche, eingefangen von Hafenverwaltung zur Gewässerreinigung und Umweltschutz

Ein Großteil der ölartigen Substanz konnte laut Hafenverwaltung eingefangen werden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Der Hafen in Mertert werde voraussichtlich gegen Mittag wieder öffnen, heißt es nach der Krisensitzung am Dienstagmorgen.

Nach bisherigen Erkenntnissen handele es sich bei der gefundenen Substanz eindeutig um einen Kohlenwasserstoff, also etwa Benzin oder Diesel. Das erklärte Raphaël Zumsteeg, Präsident des Verwaltungsrats der Hafengesellschaft, nach der Sitzung.

Zugleich gebe es derzeit keine Hinweise auf ein Leck bei den Tanklagern oder im Hafenbetrieb selbst. Wären dort undichte Stellen festgestellt worden, hätte man entsprechende Spuren gefunden. Das sei bislang weder im Hafen selbst noch bei Tanklux der Fall.

Leckes Schiff?

Fest steht, dass eine ölartige Substanz ins Wasser gelangt ist. Unklar bleibt allerdings weiterhin, woher sie stammt. Eine mögliche Erklärung ist, dass sie von einem Schiff kommt, etwa von einem Ölwechsel. In diesem Zusammenhang werden derzeit drei Schiffe überprüft, die sich im Hafen befinden. Dass die „Marie-Astrid Europa“ verantwortlich sein könnte, gilt wegen ihres elektrischen Antriebs als eher unwahrscheinlich.

Der Vorfall war am Sonntagabend gemeldet worden. Innerhalb von rund 15 Minuten sei eine Sperre eingerichtet worden, um die Verschmutzung möglichst schnell einzudämmen, so Zumsteeg. Dabei spielte offenbar auch die Strömung eine günstige Rolle: Sie habe die Substanz zurück ins Hafenbecken gedrängt, sodass sich die Verunreinigung auf einen begrenzten Bereich beschränkte.

Nicht gefährlich?

Nach bisherigen Untersuchungen dürfte es sich auch nicht um eine große Menge gehandelt haben. Doch bereits 10 bis 30 Liter könnten ausreichen, um eine solche Verschmutzung zu verursachen und sichtbar zu machen, so Zumsteeg. Auch der beobachtete Regenbogeneffekt auf der Wasseroberfläche wird eher als Hinweis auf eine vergleichsweise geringe Menge gewertet. Bislang gebe es zudem keine Anzeichen dafür, dass die Substanz in ihrer Art oder Menge besonders gefährlich wäre. Auch verschmutzte Fische oder andere Tiere seien bisher nicht festgestellt worden.

Spurensuche

Am Dienstagvormittag laufe ein weiterer Einsatz, um die Verunreinigung einzufangen und mithilfe von Bindemitteln zu absorbieren. Nach derzeitigem Stand könnte der Hafen dann gegen 12 Uhr wieder öffnen, so Raphaël Zumsteeg.

Die „Administration de la gestion de l’eau“ (AGE) ist für alle Schritte verantwortlich. Die Polizei sichert derweil noch Spuren und Beweise, um die Ursache der Verschmutzung zu klären. Eine offizielle Kommunikation der AGE könnte noch im Laufe des Tages erfolgen, heißt es von der Hafenverwaltung. Bis dahin werde der Bereich unter Beobachtung bleiben.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Ölartige Substanz in der Mosel

Merterter Hafen öffnet voraussichtlich gegen Mittag

Nach mildem Frühlingswetter

Kaltfront bringt Regen und Abkühlung nach Luxemburg