Zweiter Weltkrieg

Großherzogin Charlottes Rückkehr: Keine „Stunde null“ – Mehr Kontinuität als Bruch

Vor 80 Jahren kam Großherzogin Charlotte aus dem Exil zurück. Der Empfang war überwältigend. Die Befreiung Luxemburgs von den Nazi-Besatzern hatte in mehreren Etappen stattgefunden. Eine „Stunde null“ gab es jedoch nicht.

Die Menschenmassen empfingen und feierten Großherzogin Charlotte bei ihrer Rückkehr nach Luxemburg. Während sie auf den Balkon des Palais trat, jubelten sie ihr zu.

Die Menschenmassen empfingen und feierten Großherzogin Charlotte bei ihrer Rückkehr nach Luxemburg. Während sie auf den Balkon des Palais trat, jubelten sie ihr zu. Foto: Photothèque de la Ville de Luxembourg / Tony Krier

Der Zweite Weltkrieg war noch nicht zu Ende, als am 14. April 1945 um halb fünf Uhr nachmittags eine amerikanische Douglas C-47 in Luxemburg landete. Der Maschine entstieg Großherzogin Charlotte, gefolgt von ihrem Gemahl Prinz Félix, Erbgroßherzog Jean und Prinzessin Alix. Die Monarchin war zusammen mit ihrer Familie aus dem Exil in ihr Land zurückgekehrt. Der damalige Außenminister Joseph Bech war nach London gereist, um die Großherzogin auf dem historischen Flug zu begleiten, die von einem Konvoi vom Flughafen in die Stadt gebracht wurde, wo Bürgermeister Gaston Diederich die Rückkehrer empfing. Um 17 Uhr 20 erreichten sie den Palais, wo das Staatsoberhaupt auf den Balkon trat und von der Menschenmasse bejubelt wurde. Die Großherzogin trug, wie später in den Zeitungen zu lesen war, „ein braunes Ensemble mit angesteckten Teerosen, dazu ihre Perlenkette und über den Schultern eine Pelzjacke“.

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