Verärgerung in Mertert-Wasserbillig
Grenzüberschreitender Widerstand gegen risikoreichen Ausbau des Tanklagers im Hafen
Mertert-Wasserbillig stellt sich quer: Die Gemeinde lehnt die geplante Verdopplung des Tanklagers im Hafen Mertert ab. 90.000 zusätzliche Kubikmeter fossile Brennstoffe, potenzielle Sicherheitsrisiken und die Nähe zu Wohngebieten und Kläranlagen sorgen für heftigen Widerstand. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat am Freitagmorgen eine Resolution. Ob sie das Projekt aufhalten kann, ist fraglich.
Tanklager im Hafen von Mertert: Geplant sind zusätzliche 90.000 Kubikmeter. Ein Sprung von heute 60.000 auf künftig 150.000. Foto: Editpress/Julien Garroy
Im Dunkel eines frühen Wintermorgens erinnert Wasserbillig mit den Leuchtreklamen der zahlreichen Tankstellen an Las Vegas. Beliebt ist dieses Bild nicht. Noch größer aber ist der Unmut über das Tanklager im Hafen Mertert, wo die Firma Tanklux seit den 60er-Jahren Benzin, Diesel und Kerosin lagert. Zwar stehen die Tanks vollständig auf Grevenmacher Gebiet, doch die geplante Verdoppelung der Kapazität sorgt in Mertert-Wasserbillig für kaum weniger Verärgerung und Widerstand als im direkten Nachbarort.