Biografie
Gramsci – ein Klassiker der politischen Philosophie
Antonio Gramsci ist aktueller denn je, insbesondere seine Strategien gegen den aufkommenden Faschismus. Endlich gibt es eine neue Ausgabe von Giuseppe Fioris lange Zeit vergriffenem Buch über das Leben und Wirken des Philosophen, Politikers und Mitgründers der Kommunistischen Partei Italiens.
Denker, Poet, Politiker und posthum ein Popstar – Antonio „Nino“ Gramsci auf einer Wand in Rom Foto: Riccardo Cuppini/Flickr
Etwa anderthalb Stunden sind wir mit dem Auto unterwegs durch Sardinien, als wir in Antonio Gramscis Heimat ankommen. Wir besuchen seinen Geburtsort Ales im Westen der Insel am Fuße des erloschenen Vulkans Monte Arci in der Provinz Oristano, dann das Dorf Ghilarza, wo er aufwuchs und die Grundschule besuchte. Schließlich fahren wir wieder zurück nach Cagliari, wo er das Lyzeum besuchte. Wir sind durch das sardinische Landesinnere gefahren, vorbei an den berühmten Nuraghen, jenen architektonischen Zeugnissen einer prähistorischen Hochkultur. Eine ähnliche Reise unternahm Ende der 70er Jahre Christoph Nix, unter anderem Schriftsteller, Regisseur und Wissenschaftler, der Herausgeber der kürzlich erschienenen neuen Ausgabe der deutschen Übersetzung von Giuseppe Fioris Buch „Das Leben des Antonio Gramsci“. Und er hat einen politischen Reiseführer durch Sardinien in Form eines Tagebuchs verfasst: „Gramscis Geist“.