Sonnenfinsternis

Ganz Luxemburg guckt in den Himmel

Am Mittwochabend schob sich der Mond so weit vor die Sonne wie seit 27 Jahren nicht mehr. In ganz Luxemburg hatten sich Tausende Menschen auf diesen magischen Moment vorbereitet und zum gemeinsamen Erleben des seltenen Himmelsspektakels versammelt.

Familie Broekzitter aus den Niederlanden macht Campingurlaub in der „Fuussekaul“ und hatte mit eigenen Schutzbrillen vorgesorgt

Familie Broekzitter aus den Niederlanden macht Campingurlaub in der „Fuussekaul“ und hatte mit eigenen Schutzbrillen vorgesorgt Foto: Lisa Goedert/Editpress

„Die kürzeste Nacht unseres Lebens“, titelte das Tageblatt nach der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999 (abrufbar auf eluxemburgensia.lu). Damals zog der Kernschatten des Mondes genau über Luxemburg und tauchte das Land zur Mittagsstunde rund zwei Minuten lang in nachttiefe Dunkelheit. Das war vielerorts jedoch das Einzige, was die zahlreich angereisten Hobbyastronomen erlebten, da dichte Wolken das eigentliche Himmelsspektakel größtenteils verdeckten.

Fast genau 27 Jahre später spielte nun auch das Wetter mit. Ab 17 Uhr versammelten sich bei 33 Grad Hitze Tausende Menschen zum kostenlosen „Solar Eclipse Day 2026“ rund um die „Däichhal“ in Ettelbrück – viele in der Hoffnung, dort noch eine Schutzbrille zu ergattern. Der Andrang war um 18.30 Uhr schon so groß, dass sich rund 50 Meter lange Schlangen an den Getränke- und Infoständen bildeten. Die vergebliche Parkplatzsuche sorgte für Verkehrschaos, die Polizei musste sogar umliegende Straßen absperren.

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