Tageblättchen
Fußballfieber und mehr als 12.000 Eier
Erst spannende Spiele gegen starke Gegnerinnen, dann erstaunliche Fakten über Vogeleier: Auf dieser Kinderseite warten Sport, Natur und Spaß auf dich.
Bild: Editpress
Kinderkorrespondentin Amélie: Fußballfieber gegen Manchester City
von unserer Kinderkorrespondentin Amélie Diederich
Amélie Diederich ist zwölf Jahre alt und geht in die 6. Klasse in Kayl. Sie mag Fußball, Bücher, Harry Potter und hört am liebsten laute Rockmusik. Im Sommer besucht sie ihr zweites Open-Air-Konzert am Bostalsee. Während der Schulferien schaut sie hin und wieder in der Tageblatt-Redaktion vorbei. Foto: privat
Am Osterwochenende stand einer der wichtigsten Sporttermine meines Jahres auf dem Programm: Bei einem internationalen Fußball-Jugendturnier in Frankreich wurde Luxemburg in eine Gruppe mit Manchester City und Schalke 04 gelost. Die Vorfreude war riesig: Nicht jeder kann später mal behaupten, gegen die „Citizens“ (so wird der Verein noch genannt) gespielt zu haben. Wenn man seinen Namen bei der Nominierung liest, ist das schon eine große Ehre. Es könnte nämlich sein, dass es sich um eine einmalige Chance handelt, weil nur sehr wenige Spielerinnen es später zu den Profis schaffen. Spielt man aber in der „Premier League“ (ersten englischen Liga), trifft man wahrscheinlich mindestens zweimal in einer Saison auf dieses Topteam.
Amélie hat mehrmals wöchentlich Fußballtraining Foto: privat
Unsere Reise nach Frankreich begann schon am Freitagabend. Wir haben in einer Jugendherberge neben dem Platz übernachtet und sind dann am frühen Morgen von unserer Trainerin geweckt worden. Wir waren konzentriert, denn wir wussten, dass uns ein langer Tag bevorstehen würde. Unser Turnier begann mit einem blöden Gegentreffer, doch dann haben wir das Spiel gegen einen niederländischen Klub gedreht und 2:1 gewonnen. Mein Schuss flog übrigens knapp am Pfosten vorbei.
Vor dem Anpfiff gegen die Engländerinnen war ich diesmal sehr nervös – mehr als sonst: Man hat Angst, ausgerechnet dann schlecht zu spielen oder einen dummen Fehler zu machen. Nachdem ich jetzt bereits zweimal gegen ManCity gespielt habe, lautet mein Tipp: Der Nervosität ihren Lauf lassen, da es normal ist, aufgeregt zu sein. Man sollte an etwas Positives denken, beispielsweise ein Tor oder etwas, was man gut kann, und sich einfach sagen: Wenn ich nicht gut genug wäre, wäre ich nicht hier. Unser Duell gegen Manchester City haben wir nach 20 spannenden Minuten leider 1:2 verloren. Wir haben gekämpft und sehr gut gespielt. Als Gruppendritter haben wir uns für die sogenannte Europa-League-Finals qualifiziert. Diese vier Spiele am Sonntag waren alle relativ ausgeglichen. Beim Elfmeterschießen war ich als Nummer vier vorgesehen, aber meine Freundinnen haben schon vorher alles klargemacht und so musste ich nicht mehr antreten. Mit müden Beinen und Pizza als Belohnung im Bauch ging es für mich sofort weiter in einen Kurzurlaub am Meer. An das Turnier werde ich noch öfters denken: Es war eine tolle Erfahrung, gegen diese Topmannschaften spielen zu dürfen.
Eng Welt voller Eeër
vum Naturmusée
D’Eeër vun der Dréischel si schéi blo gefierft Foto: Vishnevskiy Vasily/Shutterstock
Oologie, esou nennt een d’Wëssenschaft, déi sech mat de Vulleneeër beschäftegt. An déi hunn nawell zerguttstert ze dinn. Net manner wéi 12.000 verschidden Zorte Vulleneeër kenne mer haut. An alle Gréissten, Faarwen a Forme kann ee se fannen.
Nëmme ronn 4.200 vun den 12.000 Zorten Eeër si wäiss gefierft. Mir fanne si virun allem bei Vullen, déi d’Eeër net verstoppe mussen. Dat, well se an Hiele bréien oder ganz héich uewen am Bam. Bei Vullen, déi hir Eeër an een Nascht um Buedem leeën, sinn d’Eeër oft gefierft, fir datt se net esou schnell vun de Feinde fonnt ginn. D’Fuerschung huet awer och erausfonnt, datt d’Faarf hëlleft, d’Schuel vum Ee méi stabil ze maachen. Donieft gesi mer, datt d’Vullen aus de méi kalen nërdleche Regioune méi donkel Eeër leeë wéi déi aus dem Süden. Dëst erkläert sech domadden, datt d’Sonn donkel Eeërschuele méi schnell ophëtze ka wéi heller an esou hëlleft, datt d’Ee net auskillt.
D’Ee vun der Beienelf, enger Kolibriart, gëllt mat just 1 cm Längt als klengstent Vullenee vun der Welt Foto: Vicky Florey
Panewippchen
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Déi wéinegst Eeër sinn iwwregens ganz ronn. Déi meescht sinn oval an heiansdo esouguer bal spatz op enger Säit. Dat huet virun allem domadden ze dinn, datt se méi no beieneen an d’Nascht kënne geluecht ginn an datt se manner schnell fortrulle kënnen.
Dat kanns du selwer doheem testen! Huel en Héngeree, gëff him e klenge Schubs a beobacht emol, wouhin d’Ee rullt.
D’Eeër vum Piwitsch si spatz op enger Säit. Esou kënnen se méi no beienee leien am Nascht. Foto: Biologische Station Osterholz e.V.
Eeër-Rätsel
Hei sinn d’Eeër e bëssi duercherneegeroden. Kanns du erausfannen, wien se geluecht huet?
Illustration: Mike Hagen
Kinderkalender
Kultur-Festival
Wann? 19. April, 10.00 bis 18.00 Uhr
Wo? Place du Parc (L-2313 Bonneweg-Süd, Luxemburg)
Was? Ein ganzer Tag voller Aktivitäten unter freiem Himmel – das verspricht das Mini PICelectroNIC des Kulturzentrums Rotondes in Luxemburg-Stadt. Das Team zieht dafür in den Stadtteil Bonneweg in Luxemburg-Stadt. Es gibt Konzerte, Ateliers, Kunstwerke, Lesungen – und so viel mehr zu entdecken. Der Eintritt ist frei. Das Programm eignet sich für Kinder ab drei Jahren. Weitere Informationen und eine Broschüre: rotondes.lu.
Bastel-Atelier
Wann? 25. April, 10.30 bis 12.30 Uhr
Wo? Naturmusée (25, rue Münster, L-2160 Luxemburg)
Was? Im Bastel-Atelier „Petits pigeons, grandes histoires!“ dürfen Kinder ab sechs sich die Finger schmutzig machen – bis sie ihre eigene Taube aus Knete in der Hand halten. Das machen sie gemeinsam mit der Künstlerin Luisa-Maria Stagno, die im Naturmusée in der Ausstellung „AnimalEch“ gerade ihre Tauben-Fotos ausstellt. Wer mitmachen will, muss eine erwachsene Person mitbringen. Das Atelier kostet 5 Euro, plus eine Eintrittskarte ins Museum. Es findet auf Französisch statt. Es ist eine Anmeldung via booking.mnhn.lu erforderlich.
Theater
Wann? 26. April, 15.30 Uhr
Wo? Poppespënnchen (1, place Saintignon, L-4698 Lasauvage)
Was? Die Tochter des Müllers gibt einem geheimnisvollen Männchen ein Versprechen – mit tragischen Folgen. Neugierig? Wer das Märchen rund um Rumpelstilzchen noch nicht kennt oder es neu entdecken will: Das Figurentheater Doremi führt es in der Poppespënnchen auf. Auf der Bühne stehen also keine Menschen, sondern Puppen! Das Stück ist für Kinder zwischen drei und zehn Jahren gedacht. Es ist auf Deutsch und dauert 50 Minuten. Zwischendurch gibt es Pausen. Die Karten kosten 11 Euro für Erwachsene, 9 Euro für Kinder bis zwölf Jahre. Es gibt sie unter ticket-regional.de. Infos: poppespennchen.lu.