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Funktionieren unsere Busse und Bahnen? – Mit Schweiz-Erfahrung durch Luxemburg
3 Stunden und 47 Minuten in Luxemburger Zügen, Bussen und der Tram – das ist nicht nur ein Gemütlichkeitstest für Sitze, sondern auch eine Busnamen-Odyssee. Und ein gescheiterter Plan.
Ein Menschenstrom ergießt sich aus dem Zug in den Luxemburger Hauptbahnhof Foto: Editpress/Elisa Hipp
Am Quai 4, Kirchberg, Luxexpo, um 9.02 Uhr, mit Blick auf eine breite Straße und unter einem überdachten Busunterstand, scheitert mein Plan. Echternach ist das Ziel, doch der Bus mit der Nummer 410, der um 9.02 Uhr in Richtung Bitburg kommen soll, erscheint nicht. Auch auf der Anzeigetafel ist er nirgendwo zu sehen. Stehe ich an der falschen Haltestelle? Zwei Frauen, die ich frage, meinen: Nein, das sei schon die richtige. Dass er nicht auf der Anzeigetafel zu finden ist? „Das passiert häufiger, gerade bei Bussen, die selten fahren“, sagt die eine und steigt in ihren Bus. „Meiner wurde vergangene Woche auch nicht angezeigt und kam dann doch, warte doch einfach hier“, empfiehlt mir die andere. Warten also. 9.02. 9.03. 9.04 Uhr. Zig andere Busse fahren vor, packen Gäste in ihren Bauch und spucken andere aus. Doch Nummer 410 erscheint nicht. Laut „Mobilitéit“-App ist er schon abgefahren. Es ist nun 9.10 Uhr. Was tun?