L’histoire du temps présent

Folgen der Urheimatthese? Als Familien siebenbürgisch-sächsischer SS-Offiziere in den Wohnungen Luxemburger Abgesiedelter lebten (II)

Fotografie von Stefan Hedrich in seiner SS-Akte (Bundesarchiv, R 9361-III/529652)

Fotografie von Stefan Hedrich in seiner SS-Akte (Bundesarchiv, R 9361-III/529652)

Laut seiner SS-Akte und seinen Memoiren war Stefan Hedrich das fünfte Kind eines Kreis-, Kommunal-, Bahn- und Hausarztes. Er wurde ab 14 Jahren in Wien, Maribor und Budapest zum Infanterieoffizier ausgebildet. Vor dem Ersten Weltkrieg war er in Mostar, Herzegowina, und dann in Bistritz/Bistrița, nahe seinem Heimatort, stationiert. Während des Krieges kämpfte er in Galizien und am Duklapass (russische Front), am Plöckenpass, am Isonzo und am Panarotta (italienische Front), wo er 1916 durch freundliches Feuer verwundet wurde, danach am Roter-Turm-Pass, am Tölgyes-Pass und am Ceahlău (rumänische Front), wo er nach einer Aktion das Ritterkreuz des Leopold-Ordens erhielt, und schließlich am Gyimes-Pass (rumänische Front), wo er erkrankte und sein Bataillon vom Siebenbürger Sachsen Artur Phleps übernommen wurde, dem er im Zweiten Weltkrieg unterstehen sollte. Nach dem Anschluss Siebenbürgens an Rumänien wurde er am 1. Februar 1919 als Major in die rumänische Armee übernommen und am 1. Mai zum Oberstleutnant befördert. Er kämpfte im selben Jahr aufseiten Rumäniens gegen die Ungarische Räterepublik und wurde wiederum infolge einer Aktion ausgezeichnet. Am 2. Juni 1921 wurde er zum Oberst befördert und am 26. Februar 1936 pensioniert, jedoch 1939 in den aktiven Dienst zurückberufen.

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