Geschäftswelt
„Esch ist nicht mehr Esch“ – Was sich die Menschen zurückwünschen
Ein Kaufhaus wie früher, bezahlbare Mode, mehr Fachgeschäfte – oder einfach ein Ort zum Billardspielen. Das Tageblatt hat Passanten in der Escher Innenstadt gefragt, was ihnen fehlt.
Marianne Kettenmeyer und Monika Naumann erinnern sich wehmütig an den „Monopol“ Foto: Carole Theisen
„Früher ist man samstags mit der Familie nach Esch gekommen, um einzukaufen.“ Wenn Cindy Sousa, Carlos Sousa und Loredana heute durch die Alzettestraße gehen, erinnern sie sich noch gut an diese Zeit. Sie sind in Esch aufgewachsen, kennen die Innenstadt seit ihrer Kindheit und haben miterlebt, wie sich ihr Gesicht über die Jahre verändert hat.
Viele Geschäfte, die früher selbstverständlich zu einem Einkaufsbummel gehörten, sind verschwunden, andere haben nur kurz überlebt. Vor allem bei Kleidung und Schuhen fehle inzwischen die Auswahl, sagen sie. Wer gezielt shoppen wolle, fahre heute eher nach Belval, in die Cloche d’Or oder nach Luxemburg-Stadt. Für die drei ist das mehr als nur der Verlust einzelner Läden. „Esch ist nicht mehr Esch“, sagen sie.