Kontroverse in der Hauptstadt

Einwohner begrüßen private Security an Luxemburgs Brennpunkten

Groß war die Aufregung auf politischer Seite, als vor Wochenfrist die Nachricht die Runde machte, dass Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma an den hauptstädtischen Brennpunkten für mehr Sicherheit sorgen sollten. Öffentliche Macht gehöre nicht in private Hände, so der Grundtenor. Polizeiarbeit dürfe nicht privatisiert werden, so die Kritiker. Doch was halten die eigentlich Betroffenen von der Maßnahme? Was denken Einwohner und Geschäftsleute? Das Tageblatt hat nachgefragt.

Die Sicherheitsbeamte sollen Präsenz zeigen und Sicherheit erzeugen. Zwei Zweierteams mit Hund sind täglich von 17 bis 23 Uhr im Bahnhofsviertel im Einsatz. Ein weiteres Team patrouilliert am Nachmittag im Stadtzentrum.

Die Sicherheitsbeamte sollen Präsenz zeigen und Sicherheit erzeugen. Zwei Zweierteams mit Hund sind täglich von 17 bis 23 Uhr im Bahnhofsviertel im Einsatz. Ein weiteres Team patrouilliert am Nachmittag im Stadtzentrum. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

„Die haben doch keine Ahnung, was wir bereits seit Jahren durchmachen“, sagt die Inhaberin eines alteingesessenen Ladens an der Avenue de la Gare. Innerhalb weniger Sekunden ist das freundliche Lächeln einem finsteren Blick gewichen. Mit „die“ sind die „Dicken“ gemeint, „les gros“, wie sie mit Nachdruck betont. Politiker, Gewerkschaftler und andere Verantwortliche, die in ihren schönen Häusern auf dem Land – „dans leurs belles maisons dans la campagne“ – mit ihren Kritiken politisch zu punkten hoffen, friedlich und sicher, weitab der Brennpunkte der Hauptstadt.

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