Einäscherung für Tiere
Eine würdevolle Alternative zur industriellen Verbrennung
Ein letzter Marsch über die Regenbogenbrücke – so wird der Tod eines geliebten Tieres oft beschrieben. Wenn ein langjähriger Gefährte sein Herrchen für immer verlässt, bedeutet dies schweren Herzens Abschied nehmen und Trauer, die für viele fast so groß ist wie beim Verlust eines Menschen. Jean-Paul Schneider von „Association Animort“ und Claude Brachtenbach von der Firma „Crémando“ klären auf über die Möglichkeit einer würdevollen Einäscherung von vierbeinigen Freunden, denn die Zeiten der anonymen Verbrennung oder Beseitigung im Müll sind längst passé.
Schon seit Jahren ist es unter Tierliebhabern immer üblicher geworden, ihre vierbeinigen Gefährten nach dem Tod in einer Urne zu Hause aufzubewahren Foto: Laura Tomassini
Im Lauf der Jahre hat sich die Rolle von vierbeinigen Freunden innerhalb der Gesellschaft stark verändert. Während Tiere früher meist nur ihres Nutzens wegen gehalten wurden, sind sie heute fester Bestandteil zahlreicher Familien. Was tun also, wenn Floki, Luna und Co. ihren letzten Atemzug getätigt haben und der leblose Körper beim Tierarzt auf dem Untersuchungstisch liegt? Laut Gesetzeslage („règlement (CE) N°1069/2009“) müssen Tierkadaver in Luxemburg in der Regel durch direkte Verbrennung oder nach Verarbeitung durch Drucksterilisation beseitigt werden. Im Garten ein kleines Grab schaufeln ist dabei eigentlich nicht erlaubt, auch wenn eine besondere Genehmigung beim Landwirtschaftsministerium angefragt werden kann und wohl nur die wenigsten Nachbarn die Polizei rufen, wenn der Hamster mit Mini-Grabstein im Blumenbeet ruht.