Reportage
Eine Nacht mit der Escher Polizei: Tuning-Treffen, Tube-Tops und Trara
Wie sicher ist Luxemburg? Politiker haben sich das Thema im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben. Doch wie sieht das Alltagsleben der Polizei eigentlich konkret aus? Das Tageblatt hat die Escher Beamten während einer Nachtschicht begleitet.
Das Tageblatt hat zwei Polizisten von 22.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens begleitet Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die Avenue de la Gare in Esch ist vom Flair her mehr Gare als Avenue. Besonders um kurz nach Mitternacht. Im „Le Bistrot“ ist heute etwas mehr los. Es ist laut. Drinnen scheppert die Musik in einer Lautstärke, die so hoch ist, dass die halbe Straße mithören darf. Draußen poltern die Gäste gegen die Dezibel an. Nichts mit Nachtruhe, ein Fall für die Nachtstreife – ein Fall für Sonia, Luca und ihre Kollegen der Escher Polizei. Drei Polizisten schauen im Innern nach dem Rechten. Die anderen sichern vor der Tür ab. Draußen will ein Betrunkener mit Luca über dessen Tattoos fachsimpeln. Sonia, die mit ins Lokal geht, wirft einen besorgten Blick auf ihren Kollegen. „Was haben wir denn falsch gemacht?“, beschwert sich ein Gast.