„Kanner o Kanner“
Ein ungewöhnliches Werk über ein ungewöhnliches Viertel
„Kanner o Kanner – wat hutt dir gemaach?“ Diese Frage kann man sich durchaus über das neueste Literaturwerk des „Syndicat d’intérêts locaux Pfaffenthal-Siechenhof“ (SILPS) stellen. Die Autoren rücken das Stadtviertel auf 272 Seiten in das rechte Licht, untermalt mit einer musikalischen Note, typografischen No-Gos und einem Streifzug durch die Geschichte des Papiers.
Foto: Julien Garroy/Editpress
„Kanner o Kanner“: Die Innovation im Buch spiegelt die Innovation der Einwohner des Pfaffenthals wider. Denn immerhin stammen aus dem Vorstadtort wichtige Errungenschaften, erklärt Jean-André Stammet, Sekretär des Interessenvereins, im Tageblatt-Gespräch. „Unser Viertel leidet immer noch unter dem Klischee einer armen und kranken Bevölkerung. In der Tat wohnten früher viele arme Menschen hier, aber auch viele Händler und Handwerker.“ Und nicht zu vergessen: Eng mit dem Pfaffenthal verbunden ist unter anderem der Musiker und Komponist Laurent Menager.