Unberührtes Luxemburg (20)
Ein Quellgebiet prägt das Naturschutzgebiet Oechelter
Bedrohte Arten, seltene Lebensräume und beeindruckende Natur direkt vor der Haustür: Naturschutzgebiete sind Schatzkammern der heimischen Biodiversität. In unserer neuen Serie stellen wir 40 Tage lang täglich ein Luxemburger Naturreservat vor.
Foto: Fondation Hëllef fir d’Natur
Das Naturschutzgebiet Oechelter wird durch das Quellgebiet eines kleinen Baches gebildet, ein indirekter Nebenfluss der Sauer bei Neimillen nördlich von Bilsdorf. Es handelt sich um eine große, extensiv genutzte Weide mit einer beeindruckenden Baumreihe.
Der 1992 von der „Fondation Hëllef fir d’Natur“, mit Unterstützung ihrer Mitgliedsverbände, ins Leben gerufene Nationale Tag des Baumes, ist jedes Jahr der Startschuss einer wichtigen Sensibilisierungskampagne. Das Ziel dieser Kampagne ist es, öffentliche und private Stellen sowie die Bürger dazu zu bewegen, regionale Bäume zu pflanzen und autochthone Bäume und Sträucher zu erhalten. Seit 1997 steht der Nationale Tag des Baumes unter der Schirmherrschaft von Großherzog Jean, danach von Großherzog Henri, und wird von mehreren Ministerien unterstützt. Im Jahr 2021 fand die offizielle Pflanzung zum Auftakt des 30. nationalen Tag des Baumes am Oechelter in der Gemeinde Rambruch statt. Aufgrund der milderen Herbsttemperaturen in den letzten Jahren, die in Verbindung mit dem Klimawandel stehen, beschloss die Stiftung, die Veranstaltung zu verschieben und sie ab nun am dritten Samstag im November stattfinden zu lassen. Dies, um bessere Bedingungen für die Pflanzung zu schaffen und um Bäume zu schützen, die ihre Winterruhe bereits begonnen haben.
Gut zu wissen!
Anpflanzung – Für die 30. Ausgabe dieser Veranstaltung wurden 30 Bäume von drei verschiedenen Arten gepflanzt: zehn Winterlinden (Tilia cordata), zehn Echte Mehlbeeren (Sorbus aria) und zehn Vogelkirschbäume (Prunus avium).
Skulpturenpfad – Entlang dieses kleinen Pfades, der auch mit dem Kinderwagen befahrbar ist, entdeckt der Wanderer verschiedene Skulpturen, die Teil des Kunstprojekts „Der Europäische Weg des Friedens“ (http://strasse-des-friedens.com) sind.
Chemin des sculptures Bilsdorf
Start des Wanderweges: rue Abbé Neuens, 8811 Bilsdorf