Domaine Tageblatt

Drucken, kleben, verpacken: Die letzten Arbeitsschritte für unseren Rivaner

Da war doch noch was ... die Etiketten. Nachdem unsere Leser für die Gewinner-Entwürfe abgestimmt haben, müssen diese noch gedruckt und aufgeklebt werden. Das Timing ist, wie normalerweise bei unserer Tageszeitung, fast perfekt – oder fast schon zu spät.

Verkaufsfertige Flasche Rivaner Weißwein mit Etikett, bereit für den Verkauf und Genuss

Damit ist unser Rivaner nun verkaufsfertig Foto: Editpress/Louis Elsen

„Die Druckvorlage für die Folienprägung ist heute Morgen um 11.30 Uhr angekommen, und jetzt, um 13.00 Uhr, läuft die Maschine schon“, erklärt uns Laurent Schmitz von der Druckerei Ossa in Niederanven. Es gilt, keine Zeit zu verlieren – wir haben nur noch wenige Tage, bis die ersten Flaschen fertig sein müssen.

Sie wollen unseren Wein verkosten? Dann melden Sie sich an!

Am 29. April stellen wir ab 18.00 Uhr im Kulturzentrum Machera in Grevenmacher unseren Rivaner vor. Beginnen werden wir mit einer kleinen Vorstellung unseres Projektes und einem kurzen Rundtischgespräch mit Weinbauministerin Martine Hansen (CSV) sowie den Winzern Corinne Kox, Michèle Mannes und Bob Molling. Anschließend gibt es dann den Tageblatt-Rivaner zu verkosten und die Möglichkeit, den Wein zu bestellen. Anmelden können Sie sich über diesen Link.

Laurent führt uns an den Offset-Druckmaschinen vorbei in die eigens für den Etikettendruck eingerichtete Halle. Da sind sie: unsere Weinetiketten. Sie sind schon in der Veredelung – gedruckt wurden sie am Morgen. Der Prozess bis hin zum finalen Etikett wird auf zwei unterschiedliche Maschinen aufgeteilt. Gedruckt werden sie in einer Maschine, die Ähnlichkeiten mit einem herkömmlichen Kopiergerät hat – nur größer, schneller und besser. „Weniger als zehn Minuten haben die 3.000 Stück gebraucht und von dieser Zeit ging ein Großteil für Feineinstellungen drauf“, erklärt uns Jean-Paul Schmitz, Vater von Laurent.

Das i-Tüpfelchen

Der zweite Schritt: Die Veredelung. Die Maschine besteht aus zahlreichen Rollen und erkennbaren Stationen, an denen immer etwas unterschiedliches passiert. „Hier kommt es auf die Feineinstellungen an, jeder Schritt muss sitzen, sonst haben wir später Probleme“, erläutert uns das Vater-Sohn-Duo. „Die Ausrichtung des Klischees für die Goldfolienprägung muss sitzen, sonst ist der Text nicht zentriert. Auch die Schnittform muss passen, sonst bekommen wir Blitzer.“

Die Rolle mit den Etiketten läuft durch jede der Stationen. Diese sind jedoch nicht alle eingeschaltet, und unterscheiden sich auch bei unseren zwei Beispielen. So wird beim Standard-Etikett ein Schutzlack aufgetragen, welcher bei dem Etikett für den Wein aus den Tongefäßen nicht benötigt wird. Bei diesen wird jedoch in einer späteren Station der Text „Rivaner 2025“ mit einer Goldfolie in das Etikett eingeprägt.

Frische, bunte Etiketten für Grafikdesign-Projekte liegen auf einem Tisch, bereit zur kreativen Gestaltung.
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Darauf haben unsere Grafiker gewartet: Nun sind die Etiketten da

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Aufgerollte Etikettenrolle für effiziente Produktkennzeichnung und Verpackung in der Industrie
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Die Etiketten werden aufgerollt

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Präzise Millimeterarbeit an technischen Bauteilen, bei der nichts verrutschen darf, für höchste Genauigkeit und Qualität.
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Millimeterarbeit: Hier darf nichts verrutschen

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Etiketten bei der Veredelung in der Produktion für hochwertige, individuelle Produktkennzeichnung
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Unsere Etiketten bei der Veredelung

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Drucken, kleben, verpacken: Die letzten Arbeitsschritte für unseren Rivaner
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Cédric beim Zukleben der Kartons

© Editpress/Louis Elsen

Drucken, kleben, verpacken: Die letzten Arbeitsschritte für unseren Rivaner
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Corinne Kox holt die Kisten mit den Rivanerflaschen hervor, damit sie etikettiert werden können

© Editpress/Louis Elsen

Auf dieser wird auch im oberen rechten Eck ein Tageblatt-T ausgestanzt. Problem hierbei ist nur, dass dieses auf dem Trägermaterial der Etikette hängenbleibt und später beim Bekleben mit auf der Flasche wäre, was nicht erwünscht ist. „Wir müssen also die 250 Etiketten abwickeln, das „T“ händisch runterpulen, und sie wieder aufwickeln.“ Laurents Begeisterung für diesen Arbeitsschritt hält sich in Grenzen.

Jetzt wird geklebt

Unsere Winzerin Corinne Kox stößt auch dazu, sie will sich den Prozess näher ansehen und vor allem: die fertigen Etiketten direkt mitnehmen. Ein paar Tage später treffen wir uns bei ihr, um sie aufzukleben. Das Kleben übernimmt eine Maschine, und doch verlangen einzelne Schritte noch viel Handarbeit.

Die Flaschen werden von uns einzeln und händisch in die Maschine eingeführt. Darin werden sie automatisch gewaschen und getrocknet, und wandern in den nächsten Abschnitt. Hier wird geklebt. Vorne die von unseren Lesern gewählten Designs – hinten die AOP-Etikette mit allen wichtigen Informationen zu unserem Wein. Die fertigen Flaschen werden per Hand in Kartons verpackt, diese mit Stickern versehen, zugeklebt und auf Paletten gestapelt.

Nach einigen Stunden Arbeit können wir sie bestaunen: die ersten drei Paletten von unserem Wein. Ein schönes Gefühl, das Endprodukt zu sehen! Bis hierhin hatte immer ein letzter Schritt gefehlt – jetzt nicht mehr.

Grafikerin Kim Kieffer präsentiert eine der ersten etikettierten Flaschen im Designstudio

Unsere Grafikerin Kim Kieffer mit einer der ersten etikettierten Flaschen Foto: Editpress/Louis Elsen

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