Alain spannt den Bogen
Die Philharmonie präsentierte zwei gewaltige Klavierkonzerte von Brahms an einem Abend
Während die Pianistin Yuja Wang ihr Talent erneut unter Beweis stellte, servierte der Dirigent Tarmo Peltokoski eine musikalische Gulaschsuppe. Die schmeckte nur bedingt. Mehr in der Konzertkritik – und dazu noch ein Albumtipp.
Der Dirigent Tarmo Peltokoski war in der Philharmonie zu Gast und enttäuschte auf ganzer Linie Foto: Sébastien Grébille
Wenn Yuja Wang auch nicht nach jedermanns Geschmack ist, so ist es doch unleugbar, dass sie eine wunderbare Pianistin und eine Ausnahme-Künstlerin ist. Im Gegensatz zu vielen anderen „Stars“ habe ich Yuja Wang noch nie „nur routiniert“ gehört, sondern sie immer als eine Pianistin erlebt, die in ihren Konzerten 110 Prozent gibt. Natürlich sieht man die amerikanische Pianistin mit chinesischen Wurzeln hauptsächlich im virtuosen Repertoire von Rachmaninoff, Prokofieff, Skrjabin und Schostakowitsch, dies sowohl in Soloabenden als auch in Kammermusikkonzerten oder in den großen Konzerten mit Symphonieorchester.