CAPE Ettelbrück

Die Kontinuität des Brückenbauens: Der Luxemburger Künstler Nelson Neves feiert sein 25. Ausstellungsjubiläum

Der luxemburgische Künstler Nelson Neves setzt sich in seinem Werk mit seinen kapverdischen Wurzeln auseinander, doch nicht nur. Seine Kunstwerke hat der 53-Jährige bereits unzählige Male unter anderem im Großherzogtum, in Frankreich und auf Kap Verde ausgestellt – nun im CAPE Ettelbrück.

Nelson Neves und eines seiner Werke aus der jüngeren Zeit

Nelson Neves und eines seiner Werke aus der jüngeren Zeit Foto: Stefan Kunzmann

Der kapverdische Tänzer und Choreograf António Tavares sagte einmal, Kap Verde warte noch auf eine „Körperrevolution“. Tavares, eine Schlüsselfigur des modernen Tanzes in Afrika, hat die Beziehung von Musik und Tanz mit der kapverdischen Gesellschaft im Kontext der Dekolonisierung untersucht. Sein Land habe sich noch nicht von den Fesseln der Vergangenheit und Zwängen der Kolonialzeit befreit, sagt er. „Unsere Körper stecken nach wie vor in den Fesseln des Zweifels und der Angst.“ Seine künstlerische Arbeit trage „eine Spur kolonialer Erinnerung“.

Auch für Nelson Neves ist die Kunst eine Auseinandersetzung mit seinen Wurzeln und besonders prägend. Die Kapverdischen Inseln sind ihm zum kreativen Bezugspunkt geworden – im Kontrast und Austausch mit seiner zweiten Heimat Luxemburg – und einer der beiden Pole seines künstlerischen Schaffens. Seit jeher setzt er sich für den kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern ein.

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