Kulturpolitik
Der gemeinsame Nenner: Was in Luxemburgs Kulturszene schiefläuft
Ein Konflikt jagt den nächsten: Innerhalb von einem Jahr landeten „frEsch“, „Spektrum“ und das Mudam in den Schlagzeilen. Über gemeinsame Nenner und die Frage nach der Verantwortung.
Haben derzeit Grund zu Sorgen: Bettina Steinbrügge (Mudam-Direktorin) und Jean-Paul Olinger (Mudam-Verwaltungsratspräsident) Foto: Editpress/Julien Garroy
„Kultur ist ein bedeutendes Thema hier in Luxemburg.“ Das sagte Kulturminister Eric Thill (DP) im Januar in einem Interview mit dem deutschen Kulturmagazin Opus. Das mag stimmen, nur hängt der Haussegen in den entsprechenden Institutionen und Vereinen schief: In den vergangenen zwölf Monaten kamen Missstände in drei unterschiedlichen Kultureinrichtungen auf. In allen Fällen gingen dem Eklat monate- bis jahrelange interne Diskussionen voran. Gelangten die jüngsten Probleme im Kulturzentrum „Spektrum“ (Rümelingen) und dem Gegenwartsmuseum Mudam (Luxemburg-Stadt) erst vor Kurzem in die Presse, berichten die Medien seit 2022 über die anhaltenden Ungereimtheiten bei „frEsch“ (Esch).