Luxemburger Tierfotograf

Der Mondvogel ist Australiens häufigster Meeresvogel

Der tasmanische Frühling bringt neben mehr Wind auch spezielle Besucher aus dem Pazifik. Etwa 18 Millionen Sturmtaucher brüten über den Sommer in einer der 209 Kolonien.

In Tasmanien sind die Vögel seit Jahrtausenden als Mondvögel bekannt. Die Palawa, tasmanische Aborigines, pflegen seit über 35.000 Jahren eine enge fortlaufende kulturelle Beziehung mit diesen Tieren.

In Tasmanien sind die Vögel seit Jahrtausenden als Mondvögel bekannt. Die Palawa, tasmanische Aborigines, pflegen seit über 35.000 Jahren eine enge fortlaufende kulturelle Beziehung mit diesen Tieren. Foto: Sören Salvatore

Warum die lange Reise? Kurzschwanz-Sturmtaucher verbringen den Großteil ihres Lebens auf offenem Meer. Zwischen ihrem Überwinterungsgebiet nahe der Küste Alaskas und ihrem Brutgebiet in Tasmanien können die Vögel 15.000 bis 17.000 km zurücklegen. Bei herannahendem Winter im Nordpazifik brechen riesige Schwärme auf ihren langen Flug in den Süden auf. Die anstrengende und gefährliche Reise ist jedoch nicht umsonst. Die unzähligen abgelegenen Inseln rund um Tasmanien bieten perfekte Nistmöglichkeiten und Schutz vor Raubtieren. Außerdem versorgen die kalten, nährreichen Gewässer des nahegelegenen Südpolarmeeres die Kolonien mit ausreichend Nahrung. Schwärme von Krill, kleinen Fischen oder Kalmaren bilden die Hauptnahrungsquelle der Sturmtaucher.

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