Luxemburg-Stadt

Das Pilotprojekt zur Verkehrsberuhigung auf Limpertsberg stagniert

Die Stadt Luxemburg setzt unter anderem auf Limpertsberg seit fast einem Jahr verkehrsberuhigende Maßnahmen um. Erste Schlussfolgerungen des Testvorhabens – das bis heute nicht vollständig umgesetzt ist – wurden entgegen früherer Ankündigungen bislang nicht präsentiert.

Vier neue Bremsschwellen auf der avenue Victor Hugo in Limpertsberg während Allerheiligenferien installiert

Kaum Fortschritte auf Limpertsberg: Zuletzt wurden während der Allerheiligenferien vier neue Bremsschwellen in der Avenue Victor Hugo installiert. „Berliner Kissen“ gibt es jetzt allerdings in Hamm. Archivfoto: Editpress/Hervé Montaigu

Seit rund elf Monaten testet die Stadt Luxemburg auf Limpertsberg, aber auch in Hollerich und Merl ein Pilotprojekt zur Verkehrsberuhigung. Erste Schlussfolgerungen daraus wollten die Stadtverantwortlichen eigentlich voraussichtlich nach einem halben Jahr im Januar ziehen – wie sie bei der Bürgerversammlung „Apéri’tour“ im Oktober 2025 auf Limpertsberg erklärten. Ein Fazit wurde der Öffentlichkeit bislang aber noch nicht präsentiert.

„Es ist im Augenblick noch zu früh, um dazu weitere Details zu nennen“, teilte die Pressestelle der Stadt Luxemburg Ende April auf Nachfrage mit. Zu dem Zeitpunkt hieß es, dass die Bilanz des Pilotprojektes „in den kommenden Wochen dem Schöffenrat präsentiert“ werden soll. Ein Blick zum Limpertsberg zeigt, dass der Modellversuch seit Herbst kaum Fortschritte gemacht hat. Zuletzt wurden während der Allerheiligenferien vier neue Bremsschwellen in der Avenue Victor Hugo installiert.

Seit Februar genehmigt

Immer noch sind damit erst 15 von 38 im Rahmen des Pilotprojektes geplanten sogenannten Berliner Kissen umgesetzt. Die übrigen Erhöhungen im Asphalt konnten wegen einer fehlenden Genehmigung von der „Administration des ponts et chaussées“ lange nicht verlegt werden. Diese liegt inzwischen jedoch vor, wie die Pressestelle der Stadt Luxemburg kürzlich auf Nachfrage mitteilte. Die Straßenbauverwaltung bestätigte dies und informierte darüber, dass die Erlaubnis bereits seit Februar vorliegt.

Die noch fehlenden Bremsschwellen sind in der Avenue du Bois, der Avenue de la Faïencerie und in der rue du Glacis geplant. In der Avenue de la Faïencerie sollen die Berliner Kissen laut Pressestelle der Stadt „in den kommenden Wochen“ umgesetzt werden. Anders sieht es für die beiden anderen genannten Straßen aus: „Die Straßenbauverwaltung hat in der Avenue du Bois und in der rue des Glacis im Vorfeld noch einen neuen Belag geplant. Erst danach können die Berliner Kissen installiert werden“, erklärt die Stadt Luxemburg. Diese informiert darüber, dass „der größte Teil“ der Bremsschwellen „voraussichtlich bis zur Schobermesse“ verlegt sein soll.

Warten auf Ergebnisse

In einer Gemeinderatssitzung im März hatte sich Oppositionsmitglied François Benoy („déi gréng“) nicht nur nach dem aktuellen Stand des Pilotprojektes, sondern auch nach Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in anderen Vierteln erkundigt. Die Stadtverantwortlichen hatten in der Vergangenheit nämlich mehrfach angekündigt, das Konzept auf weitere Stadtteile ausweiten zu wollen. Mobilitätsschöffe Patrick Goldschmidt (DP) betonte in der Ratssitzung im März, dass die meisten Leute zufrieden seien, „weil sie sich daran gewöhnt haben“.

Zu dem Zeitpunkt hieß es, dass der Schöffenrat auf die letzten Schlussfolgerungen warte. Diese sollen zeigen, ob „die eine oder andere Sache in den jeweiligen Vierteln noch verändert werden muss“ und welche Anpassungen nötig seien. „Dann werden wir auch mit weiteren Vierteln kommen“, kündigte Goldschmidt an. Mit Blick auf zusätzliche Maßnahmen in anderen Stadtteilen betonte er: „Wir im Schöffenrat haben keine Angst davor, damit weiterzumachen.“

In der rue de Hamm im gleichnamigen Viertel hat die Stadt Luxemburg übrigens kürzlich neue Asphaltschwellen in die Fahrbahn einbauen lassen – wenn auch nicht im Rahmen des Pilotprojektes.

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