Pir Kremer im Fokus
Das Merscher Kulturhaus ehrt einen ganz Großen
Seine tiefe, sonore Stimme und sein rollendes „R“ waren die Markenzeichen von Pir Kremer, seine satirische Sendung „Um Staminet“, die ab Juni 1964 und noch bis kurz vor dem Tod des Autoren im März 2000 jeden Sonntag bei RTL zu hören war, war legendär. Im August vergangenen Jahres wäre Pir Kremer 100 geworden. Aus diesem Anlass hat das Merscher Kulturhaus in Zusammenarbeit mit u.a. dem nationalen Literaturzentrum und dem CNA eine Ausstellung realisiert und eine Revue auf die Bühne gebracht: Beides sollte man sich nicht entgehen lassen!
Die Ausstellung ist in sechs Bereiche unterteilt worden, um das vielfältige Schaffen des Autors verdeutlichen zu können Foto: François Besch
Vor allem die 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts feiern derzeit im Merscher Kulturhaus Revival: Das war die Zeit, in der Pir Kremer nicht nur die Theaterbühnen des Landes eroberte, sei es als Autor zahlreicher „Revue“-Produktionen oder auch als Verfasser populärer Liedertexte, sondern ebenfalls zur wohl bekanntesten Stimme des luxemburgischen Programms von RTL avancierte. Schuld daran war der erfolgreiche, satirische Wochenrückblick „Um Staminet“. Der war so beliebt, dass – so erzählt man sich – sogar die Schwestern der Zitha-Klinik den Anfang der Sonntagabendmesse verschoben, um das Gespräch mit „Tatta Sidonie“, „Michel“ und Co. nicht zu verpassen.