Usill
Dachverband der hauptstädtischen Interessenvereine wünscht sich mehr Bürgerbeteiligung
Kürzlich traf sich der Dachverband der hauptstädtischen lokalen Interessenvereine zu seiner Generalversammlung. Die Vertreter mussten feststellen, dass sich in vielen Dossiers nicht viel getan hat. Insgesamt wünscht sich die Vereinigung mehr Lebensqualität, mehr Bürgerbeteiligung, mehr pragmatisches Denken und weniger „Nimby“-Denken (Nimby steht für „Not in my backyard“ bzw. „Nicht in meinem Hinterhof“).
Die „Union des syndicats d’intérêts locaux de la Ville de Luxembourg“ stuft etliche Fußgängerübergänge als zu gefährlich ein Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Verkehr, Sicherheit und Bürgerbeteiligung: Das sind nur drei der Themen, die dem Dachverband der hauptstädtischen Interessenvereine am Herzen liegen. Bei der Generalversammlung der Usill („Union des syndicats d’intérêts locaux de la Ville de Luxembourg”) habe es aber vor allem die ernüchternde Feststellung gegeben, dass in den wenigsten Bereichen auf die Meinung der lokalen Interessenvertreter geachtet werde, so Usill-Präsidentin Rita Herrmann gegenüber dem Tageblatt. Die Liste der Problempunkte sei im Großen und Ganzen die gleiche wie noch vor zwei Jahren. „Die Frustration in den lokalen Vereinen ist schon groß. Die Leute sind unzufrieden, weil sie sehen, dass ihre Ideen nicht angenommen werden.“ Ein Vorschlag der Usill ist deswegen, dass die Gemeinde Luxemburg eine Art Mittelsmann zwischen Interessenvereinen und den Verwaltungen einsetzt, um leichter einen Konsensus zu finden und so die Bürgerbeteiligung zu fördern.