Tanz im Escher Theater

Choreograf Edouard Hue zu Politik und Tanz

Zwei Stücke, ein Choreograf: Edouard Hue präsentiert diese Woche „All I Need“ und „Yumé“ im Escher Theater. Mit dem Tageblatt tauschte er sich über den Einfluss von Krieg und japanischer Kultur auf seine Kunst sowie über Jugendförderung im Tanz aus.

„All I Need“ von Edouard Hue, oder: der Kampf um Territorium

„All I Need“ von Edouard Hue, oder: der Kampf um Territorium Foto: David Kretonic

Zuerst beben die Körper, dann dreht sich die Welt plötzlich in Zeitlupe: Die Tänzerinnen und Tänzer halten sich gegenseitig mit schmerzverzerrten Gesichtern fest, um sich sogleich wieder voneinander zu entfernen. Halbnackt, teils nur in labbriger Unterhose. Dabei nehmen sie Posen ein, die von der Komposition her an „La liberté guidant le peuple“ (1830) von Eugène Delacroix erinnern: Der Künstler thematisiert darin die Julirevolution (1830) in Frankreich, bei der sich die Bürger gegen die Obrigkeit auflehnten und die Macht ergriffen. All dies sind Szenen, die sich im Trailer zu Edouard Hues Choreografie „All I Need“ abspielen, die am 3. Mai um 20 Uhr im Escher Theater aufgeführt wird.

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